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Migrantenstrom über Russland nach Norwegen und Finnland

Von   /  9. November 2015  /  Keine Kommentare

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spn.- Etwa 8.800 Migranten sind im Oktober in Norwegen eingetroffen. Das sind 80 Prozent mehr als im September, meldet Reuters unter Berufung auf Norwegens Migrationsdienst. Finnland hat mittlerweile eine Anti-Flüchtlingskampagne im Internet gestartet.

Im September waren 4.900 Flüchtlinge nach Norwegen gelangt, wobei die Einwohnerzahl des skandinavischen Landes 5,2 Millionen beträgt,  so Reuters unter Berufung auf  die norwegische Immigrationsbehörde. „Vor dem Hintergrund des großen Zustroms von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten, die sich durch das Gebiet Petschengski begeben, sind mögliche Terroranschläge auf dem Territorium des Gebietes Petschengski, sowie Versuche eines illegalen Grenzübertritts nicht auszuschließen“, heißt es in einer auf der offiziellen Seite der Verwaltung dieses Gebietes veröffentlichten Mitteilung.Die Polizei bittet alle Einwohner äußerst aufmerksam zu sein und über verdächtige Personen, insbesondere Auswanderer aus dem Nord-Kaukasus die Polizei sofort zu informieren.

Hunderte Migranten kommen im russischen Gebiet an der Grenze zu Norwegen an, um sich dann weiter in das skandinavische Königreich zu begeben und dort einen Asylantrag zu stellen. Derzeit befinden sich nach Angaben der örtlichen Administration etwa 500 Migranten im Gebiet Petschengski, die ihre Ausreise nach Norwegen erwarten. Laut norwegischen Behörden überquerte alleine in der vergangenen Woche eine Rekordzahl von Flüchtlingen, 176 Menschen, die russisch-norwegische Grenze auf der Suche nach Asyl. Einige norwegische Politiker haben Russland sogar angeboten, die Grenze mit Russland zu schließen, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Die Behörden in Norwegen rechnen bis Jahresende mit bis zu 30.000 Flüchtlingen.

Finnland startet Anti-Flüchtlingskampagne

Finnlands Außenministerium hat eine Kampagne in den sozialen Netzwerken gestartet, mit der den potenziellen Migranten aus der Türkei und dem Irak der Wunsch, nach Finnland zu flüchten, die Hoffnung auf Erfolg genommen werden soll, meldet der Fernseh- und Radiosender Yle. Laut dem Sender, soll diese Aktion die Jugend davon überzeugen, dass eine Reise nach Finnland das Risiko und die Ausgaben nicht Wert sind.

„Diese realistische Message über die Wahrscheinlichkeit, den Flüchtlingsstatus in Finnland zu bekommen, dient nicht nur den Interessen des Landes, sondern auch derer, die eine solche Reise planen. Wozu rund 10.000 Euro für die Reise ausgeben, wenn sie mit grösster Wahrscheinlichkeit wieder ausgeschafft werden?“, zitiert der Rundfunksender Yle Sampo Terho, Parteimitglied der „Wahren Finnen“.

Bild: Wikimedia Commons

www.sputniknews.com

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  • Veröffentlicht: 3 Jahren vor auf 9. November 2015
  • Von:
  • Zuletzt geändert: November 9, 2015 @ 4:11 pm
  • Rubrik: Aktuell, Politik

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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