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Metro „Admiralteyskaya“ eröffnet

Von   /  28. Dezember 2011  /  1 Kommentar

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mm – Die neue Metrostation „Admiralteyskaya“ wurde Heute eröffnet. Wenn mann die Admiralität mit Ihrer „Goldnadel“ als das Stadtzentrum und wie Peter der Grosse als „Nullmeridian aller Russischen Karten“ seiner Zeit ansieht, dann ist die neue Metrostation ab sofort die Zentralste der Stadt. Mit Ihrer Eröffnung wurde den Bürgern ein wunderbares Neujahrsgeschenk bereitet. Endlich kann mann fast direkt in die „Guten Stube“ der Stadt fahren, zum flanieren oder zu den vielen Veranstaltungen oder in die Museen.

Die neue Metrostation ist modern gestaltet und klassisch geschmückt

Zwischen kleiner und grosser Morskaja an der „Ziegelgasse“ gelegen, bringt sie die Touristen und Bürger der Stadt auf dem schnellsten Weg  in die Eremitage oder den Alexandergarten.  DieLinie 5 von der Station aktuell Volkovskaya Metrostation  bis zum Komendantskij-Prospekt hat nun nach der ebenfalls modern gestylten Station „Obwodnij-Kanal nicht nur die neuesten sondern auch die am schönsten  gestalteten Stationen mit der „Admiralität“ als Krone. Bei der Ausstattung wurde der Bedeutung des Ortes Rechnung getragen. In den Hallen und Druchgängen sind Mosaike im Stil der Frolowschen Manufaktur* mit klassischen Sankt-Petersburger Themen und dem Stadt-Gründer Peter der Grosse angebracht. Am Hauptgang sind 6 Bronzereliefs berühmter Admiräle, namemtlich -Uschakow, Nachimow, Makarow, Apraxin, Bellinghausen und Grigorowitsch – angebracht.

Die Bauphase dauerte über 14 Jahre.

Mal durch Geldmangel, Probleme bei der Findung des geeigneten Ausgangsgebäudes und durch die Nähe zu den schützenwerten Gebäuden „welche nicht Erschüttert werden dürfen“  gab es immer wieder Verzögerungen und auch jahrelange Pausen im Bau. Durch die relative Nähe zur Newa und zum Schutz der nahen Eremitage, Generalstab und dem wertvollen Baubestand ringsum wurde die Linie schon beim Bau sehr tief gelegt. Zum einen um die Erschütterungen durch den Metrobetrieb auf ein Minimum zu reduzieren, zum Anderen, weil mann einen möglichst grossen Abstand zum Fluss benötigte. Dies bedingt dann auch die ungewönliche Tiefe der Metrostation.  Mit 102 Metern ist sie vor der Moskauer Station „Park Pobjedy“ (mit 86 Metern) die am tiefsten gelegene Metrostation in Russland und musst von den Ingenieuren mit 2 Rolltreppenstecken und einen langen Zwischengang dazwischen ausgestattet werden. Die Fahrtzeiten von Unten nach Oben benötigt dann ohne die Fusswege schon über 5 Minuten.

LINK zu FOTOS von der Baustelle

LINK ZUM NEUEN METRO PLAN von SANKT-PETERSBURG

*Die Künstler der Familien Frolow und Benoit waren Weltberühmt für Ihre virtuose Verwendung von Mosaiken bei der Umsetzung von Modernen als auch Klassischen Motiven. Die Künstler gestalteten Ende des 19. Jahrhunderts unter Anderem die Mosaike im Byzantischen Stil z.B.  die „Erlöser im Blute Kirche“ am Kanal Gribojedow  sowie die Zarenkapellen in Darmstadt und Wiesbaden.

Text und Bilder von Markus Müller

 

Lageplan der Neuen Metrostation

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1 Kommentar

  1. Winfried Loogen sagt:

    Eine richtige Augenweide!
    Es lohnt sich, die Station zu besuchen!

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