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Mephistopheles-Relief: Vandale gefasst und wieder entlassen

Von   /  2. September 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Polizei hat den Alpinisten gefasst, der am 26. August das Mephistopheles-Relief vom Haus Nr. 24 an der Lachtinskaja Uliza heruntergeschlagen hat. Der 28-jährige Kletterer und Fotograf Konstantin Isakow ist geständig, schweigt jedoch bisher über den Auftraggeber.

Noch am Montag war von unbekannter Seite eine Presseerklärung an die Medien verschickt worden, in denen der Direktor der Isaakskathedrale Nikolai Burow als Auftraggeber des Vandalenakts denunziert wurde. Diese Version erwies sich jedoch als ebenso unglaubwürdig wie das Bekennungsschreiben der „Petersburger Kosaken“, da die Polizei bereits wesentlich heissere Spuren verfolgte.

Nachdem man herausgefunden hatte, dass die Entsorgung der Relief-Trümmer von der Firma „Stroisad“ angeordnet wurde, die dem Sohn der Lokalpolitikerin Walentina Grigorjewa gehört, die wiederum Besitzerin der Hausverwaltungfirma „Terra“ ist, die unter anderem das „Mephistopheles-Haus“ bedient.

5000 Rubel für Vandalenakt

Schon bald wurde bekannt, dass der Bezirkspolitiker Andrei Breus von der Regierungspartei „Einiges Russland“ den Auftrag dazu gegeben hatte. Er behauptet jedoch, zufällig durch die Strasse spaziert zu sein, wo er die Trümmer gesehen habe, die er wegräumen liess. Gegenüber der Presse verweigert er jeglichen Kontakt.

Kurze Zeit später ging der Polizei der Alpinist und Fotograf Konstantin Isakow ins Netz, der das Mephistopheles-Gesicht angeblich für ein Honorar von 5000 Rubel zerstörte. Seinen Auftraggeber verschweigt er bis jetzt, doch soll die Polizei seinen Namen laut Fontanka.ru kennen. Nach dem Verhör wurde Isakow wieder freigelassen, er darf jedoch die Stadt nicht verlassen. Eine Anklage ist bisher nicht erfolgt.

Bild: vkontakte.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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