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Medwedew weiht Schnellstrasse und Arktisschiff ein – ohne Champagner

Von   /  11. Oktober 2012  /  2 Kommentare

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TOPTICKER.- An gleich zwei Eröffnungen nahm der russische Premier gestern in Petersburg teil. Zuerst unternahm er eine Testfahrt im Geländewagen über den neuen Autobahnzubringer (SSD) zwischen der Blagodatnaja Uliza und dem Jekaterinhofer Ufer im Süden der Stadt.


Nach der Fahrt über den Abschnitt mit S-Kurve zeigte er sich zufrieden – die Strasse sei tadellos und auf dem neuesten technischen Stand, so dass sie kaum abgenutzt werde, sagte er gegenüber der Presse. Nur etwas schien ihn zu irritieren – „Wo bleibt der Champagner?“ fragte er am Ende erstaunt.

Gouverneur Georgi Poltawtschenko, der den Premier begleitete, stellte bei dieser Gelegenheit die aktuellen verkehrstechnischen Pläne der Stadt vor. Dabei ging es vor allem um die Feodosiiski-Brücke, die den teuren Orlowski-Tunnel unter der Newa ersetzen soll und den geplanten Tunnel unter dem Obwodni Kanal. Für diese Vorhaben wurde der Premier um 34,4 Milliarden Rubel aus dem Staatsbudget gebeten.

Privatinvestoren – in staatlicher Hand

Der neue Autobahnzubringer ist wie die anderen Teilstücke kostenpflichtig (30 Rubel), da er wie Medwedew bei der Eröffnung erwähnte zu einem grossen Teil mit Mitteln privater Investoren erbaut worden sei. Das stimmt allerdings nur bedingt, merkte Fontanka.ru an, weil ein die meisten angeführten Investoren – Wneschekonombank, WTB, Gasprombank – sich ganz oder teilweise unter Staatskontrolle befinden.

Die zweite Visite galt dem fertiggestellten Arktis-Forschungsschiff „Akademik Treschnikow“. Das Hightech-Schiff ist das erste seiner Art seit zwanzig Jahren, das in der Admiralitäts-Werft gebaut wurde. Es soll einerseits die Verbindung und Versorgung der russischen Polarstation aufrechterhalten. Andererseits kann es selbständig Expeditionen unternehmen und die gesammelten Informationen und Proben auswerten. (eva)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

2 Kommentare

  1. realsatire sagt:

    Klar bei uns in Russland ist ein Geländewagen sowieso das einzige Gefährt mit dem Frau/Mann weiterkommt :)
    Schon zu Puschkins Zeiten entstand der Spruch „In Russland gibt es keine Wege – nur Richtungen“
    Frei nach dieser Vorgabe und Abseits der Hauptstrassen kommen manchmal auch die Geländewagen nicht mehr weiter, dann hilft nur ein Belorus Traktor.

    Letzte Woche hatte ich das Vergnügen an einem Tag nach Moskau und wieder zurück nach St. Petersburg zu fahren, und muss sagen 50% der Strecke sind in sehr gutem Zustand 20% allerdings lebensgefährlich.

    Diese Lebensader der Russischen Nation – ist wie in Frankreich die
    älteren Nationalstrasse meist immer dreispurig, 500m in die eine Richtung, dann wieder ein paar Hundert Meter in die andere Richtung, damit ein bischen zum Überholen geeignet.
    Sollte sie mal 4 spurig sein ist äusserste Vorsicht angebracht, sie führt dann meist 4-spurig durch Dörfer in denen nur 60km/h gefahren werden darf. Das erfreut die radarpistolenschwingenden Korruptions“Beguenstigten“.

    Die Schande schlechthin ist jedoch, dass zwischen den beiden Millionen Städten (Sankt Petersburg plus Umland +-7 Millionen und Moskau +- 12 Millionen) noch keine normale „Autobahn“ also Avtomagistrale, gebaut wurde. und mann alle 6km durch ein Dorf kommt. Klar sind ja nur die beiden wichtigsten Städte,… das muss auch ohne Autobahn gehen.

    Freunde haben mit gesagt …“stimmt schon es ist eine Schande aber vermutlich macht das keinen Sinn – die 3 Spurige Nationalstrasse funktioniert ja auch
    ….und wer will den ganzen Beamten, die auf den potentiellen Trassen das Land „ge-grabbt“ haben noch Milliarden hinterherschmeissen….“

  2. Holzmann sagt:

    Ist ein Geländewagen das ideale Prüfgerät für einen Autobahnzubringer?

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