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Massenschlägerei im Stadtzentrum

Von   /  30. März 2009  /  3 Kommentare

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TOPTICKER. Am Sonntag kam es vor dem Kino „Rodina“ an der Karawanaja uliza nicht weit vom Newski Prospekt zu einer Massenschlägerei zwischen Nationalisten und Antifaschisten. An dem Handgemenge, das von der Polizei aufgelöst wurde, waren in der Mehrzahl Jugendliche beider Gruppierungen beteiligt.

Wie „Moi Rayon“ schreibt, wurden insgesamt 18 Personen festgenommen – ein Teil von ihnen ist bereits schon wieder auf freiem Fuss, andere wurden bereits wegen öffentlicher Ruhestörung von einem Gericht verurteilt. Zwischen den beiden Gruppierungen kommt es immer wieder zu teilweise brutalen Zusammenstössen. Im November wurde der bekannte Petersburger Student und Antifaschist Timur Katscharawa auf offener Strasse erstochen. (eva)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. eva sagt:

    Der Hintergrund dieses Konflikt ist sehr schwer zu verstehen, weil sich beide Gruppen stark im Untergrund betätigen.
    Das wiederum ist gut zu verstehen, weil die russische Gesellschaft sich von je her mit jeglichem Protest von Seiten der Jugendlichen schwer tut. Es wird eben nicht nur als „Hooliganstvo“ abgetan, sondern man klassiziert das Ganze wirklich nur als Unruhestörung, statt der Sache auf den Grund zu gehen.

  2. mm sagt:

    Eine interessante Meinung zur Denkart hat in einem älteren Interview hier der SF Author Boris Strugatzki wiedergegben. Merke die einen sind „dumme Kinder“ die Anderen gehen dem Staat u.U. wirklich ans Eingemachte…

    http://www.spzeitung.ru/2009/boris-strugazki-die-schrauben-werden-weiter-angezogen/

    «im Staub des Staub des Straflagers gesäubert» – Zitat : Beria- ist seit langem abgetreten, aber die Prinzipien unserer Gesetzeshüter haben sich wenig geändert. “Jeder der sich gegen den Staat ausspricht hat keine Schonfrist, Duldung oder Gnade zu erwarten“. Das ist keine Rache, das ist ein allgemeines Prinzip, kein Teil der Mentalität oder gar die persönliche Anordnung der Mächtigen, es entzieht sich jeglicher Analyse oder Überprüfung. Es ist “der Instinkt des Systems”. Gnade ist unnatürlich und kontraproduktiv. Damit müssen wir ebenfalls noch lange leben.

  3. Realsatire sagt:

    Wäre mal wieder interessant zu wissen wies ausging. Ich habe den Eindruck das rechte Gewalttaten meist als „Hooliganstwo“ also Ruhestöhrungen angesehen werden. Bei den Antif-Linken scheint die ganze Härte des Gesetzes zur Anwendung gebracht ?

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