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Marine-Rüstungssalon 2017: mehr Schiffe, weniger Flugzeuge

Von   /  29. Juni 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Beim diesjährigen Rüstungssalon auf dem Lenexpo-Gelände waren in der Luft klare Abstriche gemacht worden – um so mehr Schiffe zeigten sich an der Messe. Die westlichen Sanktionen gegenüber Russland im Waffensektor wurden offenbar gelockert.

Statt der gewagten Nummern der Kunstflugstaffeln „Russkie Vitjasy“ oder „Strischy“ flogen vier normale Kampfjets der 6. Luftarmee lustlos Runden über der Stadt. Doch ihr Tiefflug löste Anrufe und Reklamationen diverser erschreckter Stadtbewohner aus. In der Luft hatte die Messeleitung eindeutig das Budget gekürzt.

Werftindustrie und Kriegsmarine markieren Präsenz

Dafür hatten diesmal rund 50 Schiffe zur Messe angelegt – darunter die moderne Fregatte „Admiral Makarow“, leichte Raketenträger, Minenräumschiffe, Patroullienboote, usw. Ausserdem werden am Salon die russische U-Boot-Technik und Luftkissen-Boote vorgestellt. Offenbar wollten die russische Werftindustrie und Kriegsmarine diesmal deutlich Präsenz markieren.

Dies taten sie auch in der Presse, wo bis Ende der Stapellauf 40 neuer Kriegsschiffe sowie der baldige Bau von Hubschrauberträgern in der Art der „Mistral“-Schiffe angekündigt wurde, die Frankreich nicht an Russland geliefert hatte.

Besucher aus über 50 Ländern

Besucher kamen dieses Jahr aus 53 verschiedenen Ländern, von den insgesamt 400 Ausstellern waren 49 aus dem Ausland. Besonders stark vertreten ist Indien, das seine militärische Autarkie mit russischer Waffentechnik stärkt.

Wie die Veranstalter gegenüber Fontanka.ru sagten, bemerken sie eine gewisse Lockerung der westlichen Sanktionen im Rüstungssektor. Der Umzug des Marine-Salons aus dem relativ veralteten Lenexpo-Gelände wurde schon früher angekündigt, nun soll er definitiv in zwei Jahren in Kronstadt stattfinden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold (Archiv)

www.fontanka.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Petersburger Rüstungssalon erstmals ohne ausländische Schiffe

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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