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Lustige „Bünzli“-Geschichten am Schweizer Abend im Begegnungszentrum

Von   /  22. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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eva.- Am diesjährigen Schweizer Abend im Deutsch-Russischen Begegungszentrum referierte Generalkonsul Michel Faillettaz über den Humor der Schweizer. Sein Vortrag bestand aus einer Reihe lustiger und typisch schweizerischer Begebenheiten seiner 40-jährigen Diplomatenlaufbahn, die ihn über den ganzen Erdball führte.

So schilderte er beispielsweise, wie er 1974 als junger Stagiaire im Schweizer Konsulat Köln vom Schreibtisch aus die „Antiterror-Massnahmen“ beobachten konnte. Um einer möglichen Entführung durch Rote-Armee-Terroristen zu entgehen, beschloss man damals, das Personal im Notfall mit einem Seil zu evakuieren. Diese reichlich improvisierte Einrichtung versagte allerdings schon bei einem Probelauf. Ob das Seil nun glatt oder geknotet war – eine Testperson nach der anderen stürzte beim „Fluchtversuch“ vor Faillettaz Bürofenster in die Tiefe und holte sich eine Verletzung. Gott sei Dank kam die Einrichtung nie zur Anwendung.

Patriotischer Auslandschweizer

Oder die Geschichte von einem Auslandschweizer, der seine drei Kindern mit den drei patriotischen Namen Willhelm, Heidi und Schneeweisschen benannte und bei der Beantragung der Pässe auf dem Konsulat für Staunen und Schmunzeln sorgte. Dass Faillettaz auch als Beamter über sich selber lachen kann, bewies er mit der Schilderung einer Büroszene im Konsulat: Während einer Auseinandersetzung unter Diplomatenkollegen nannte einer seinen Schreibtisch-Nachbarn „Bünzli“. Als sich dieser erbost rechtfertigen wollte, kam eine weitere Kollegin ins Büro und kündigte an, ein gewisser Herr Bünzli sei gerade an den Schalter gekommen.

Den Rest des Abends bestritt Faillettaz mit Aufzeichnungen von Kabaret-Szenen mit Emil-Steinegger. Die Highlights aus Emils Programm „Feuerabend“ begeisterten das Publikum. Zum Abschluss übergab Faillettaz die Filme an Irena Bijagow vom Deutsch-Russischen Begegnungszentrum, die durch den Abend geführt hatte. Die Filme sind ab sofort in der Bibliothek des Zentrums und stehen Schulen und Deutschlehrern zur Verfügung.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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