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Licht aus dem Gewesenen – der reisende Fotoamateur Sergei Kurakin

Von   /  2. Mai 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Galerie „Borey“ zeigt in der Ausstellung „Licht aus dem Gewesenen“ die Fotografien des russischen Seemanns und Amateurfotografen Sergei Kurakin (1932-2012). Trotz ihres nicht professionellen Blickwinkels geben die Schwarzweissbilder die Atmosphäre der Sechziger und Siebziger wieder.

Wer in der Sowjetzeit einen Blick über den Tellerrand des sozialistischen Vaterlandes werfen wollte, wurde am besten Seemann – so auch Sergei Kurakin, der für die baltische Meeresschifffahrt und das Leningrader Arktis- und Antarktisforschungsinstitut unterwegs war. Während der zum Teil sehr langen Schiffsreisen kam es zu so manchen interessanten und lustigen Schnappschüssen, auf denen das Leben der Matrosen und Passagiere auf dem Schiff festgehalten ist.

Interessante Landgänge

Gleichzeitig erlebte der Seefahrer auch interessante Landgänge, bei denen er Alltagsszenen in den sozialistischen Bruderstaaten oder mit der Sowjetunion befreundeten Staaten einfing. Bisweilen kamen ihm – wenn auch nicht aus erstklassiger Reporterperspektive – durchaus prominente Sujets vor die Linse – zum Beispiel Raoul Castro, der Bruder des kubanischen Regierungschefs, oder der Kosmonaut Juri Gagarin.

Aber genau diese Amateur-Perspektive geben den Bildern ihre Beiläufigkeit und Alltäglichkeit und machen sie zu packenden Bilddokumenten, die den „Atem“ dieser Zeit in sich tragen. Auch die Tatsache, dass ihnen jedwege journalistische bzw. politische Botschaft fehlt, verleiht ihnen eine besondere, faszinierende Note. Die Ausstellungsbesucher blättern in einem Fotoalbum, das die grosse Welt aus „kleiner“ Perspektive zeigt.

Bild: PD/ Sergei Kurakin

Bis 23. Mai, Galerie „Borey“, Liteiny-Prospekt 58, Tel. 275-38-37. www.borey.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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