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LGBT-Filmfestival «Side by Side»: Homosexualität in totalitären Staaten

Von   /  21. November 2013  /  Keine Kommentare

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pd.- Im Rahmen des internationalen lesbisch- schwulen Filmfestivals “Side by Side“ mit Unterstützung des Goethe- Instituts wird am 22. November der Dokumentarfilm “Out in Ost-Berlin – Lesben und Schwule in der DDR” gezeigt.

Nach dem Film findet eine Diskussion zum Thema “Die Lage der LGBT-Community in totalitären Ländern. Überlebenstaktiken und Möglichkeiten für den Aktivismus” statt. An der Diskussion werden unter anderen Filmregisseure Jochen Hick und Andreas Strohfeld, sowie die Berliner Aktivistin Bettine Dziggel teilnehmen.

“Out in Ost-Berlin – Lesben und Schwule in der DDR”

Im Gegensatz zur Bundesrepublik entkriminalisierte das Strafgesetzbuch der DDR Homosexualität schon 1968. Doch der Arbeiter- und Bauernstaat nahm seine schwulen und lesbischen BürgerInnen keineswegs mit offenen Armen auf, ihre Sexualität wurde zum Tabu und sie wurden aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gedrängt. Die „verzauberte“ Kriegsgeneration fühlte sich in ihrem Streben nach unauffälliger Normalität provoziert von den Jüngeren, die sich outeten und offen Freiräume einforderten.

Nachrichtenbilder und DDR-Wochenschauen

13 berührende Einzelschicksale verdeutlichen die privaten und politischen Entwicklungen, die zur Opposition gegen den Staatsapparat führten. Die Gründer der Ost-Berliner LGBT-Bewegung, die „Terrorlesben“ aus dem Prenzlauer Berg, kommunistische Schwule und Kirchengruppen – sie alle wollten eine Veränderung des Systems und hofften auf mehr Offenheit im Umgang mit ihrer Sexualität.

Als die Ersten die Ausreise beantragten, wurden sie zum Problem und Stasi-Romeos umgarnten junge Schwule. Nachrichtenbilder aus dem Archiv und alte DDR-Wochenschauen illustrieren die historische Dimension dieser individuellen Schicksale.

22. November 19.30. Coworking «Zona deystviya», Loft Projekt «Etagi», Ligovski pr., 74, 2. Stock. 458-50-05. Eintritt nur für volljährige Zuschauer. 18+

www.loftprojectetagi.ru

www.bok-o-bok.ru

Diese Information stammt aus dem Kulturkalender “Nemezkaja Afischa”, der vom Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg herausgegeben wird und den Sie hier beziehen können. >>>

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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