Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Lenin mit Loch – Anschlag auf ein Denkmal

Von   /  1. April 2009  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

mm – Wer erst an einen Aprilscherz glaubte, musste sich im Laufe des Tages eines Besseren belehren lassen. Ob aus Jux oder nicht, die Leninstatue auf dem gleichnamigen Platz zwischen Neva und dem Finnischen Bahnhof in St. Petersburg wurde in Sichtweite des Miliz- und FSB Hauptquartiers durchlöchert.

Noch liegt kein Bekennerschreiben vor. Die Miliz geht von einem Anschlag mit einem Scharfschützengewehr oder Sprengstoff aus. Gegen 4:20 am frühen Morgen wurde durch Beschuss mit einer Granate oder einer montierten Sprengladung aus der Statue grosse Brocken des weichen Bronzemantel herausgebrochen. Der einzige Zeuge, ein Autofahrer hat mitgeteilt, dass sein Fahrzeuge von der Wucht der Explosion durchgeschüttelt wurde. Ausser den Tätern war glücklicherweise niemand in der Gefahrenzone.

Es ist noch nicht ermittelt ob der Anschlag ein Aprilscherz, politischer oder terroristischer Natur oder einfach eine krude Reminiszenz and die Erzählung der „Mantel“ ist. Deren Author, Nikolai Wassiljewitsch Gogol, feiert Heute am 1 April (bzw. 20 März nach julianischem Kalender) seinen 200sten Geburtstag. Der „Mantel“ berichtet von dem manischen Wunsch eines armen St. Petersburger Hilfsbeamten, sich für den Winter einen guten Mantel am Mund abzusparen und zu ertricksen, nur um dann am Ende Leben und Mantel wieder zu verlieren.

Als die Ersten besuchten die Spezialisten der Feuerwehr, der OMON und des FSB Lenin und im Laufe des Tages entwickelte sich ein reger Tourismus mit Angehörigen verschiedenster Behörden. Die Sankt-Petersburger benügten sich, Fotos von der neuen Attraktion zu machen – die Sonne auf dem Platz konnten sie nicht nutzen den der war grossräumig abgesperrt.

Anklicken

Fotos St. Petersburger Herold

    Drucken       Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Bücher der Soros-Foundation aus Bibliotheken entfernt

mehr…