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Lenin kehrt zur Geisterstunde an seinen Platz zurück

Von   /  15. April 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- In einer nächtlichen Aktion wurde das restaurierte Lenin-Denkmal vor dem Finnländischen Bahnhof wieder seinen Platz gestellt, schreibt Fontankan.ru. Das ganze Prozedere dauerte nur rund 40 Minuten und war sehr kurzfristig angekündigt worden. Obschon die Verantwortlichen den gewählten Zeitpunkt damit begründeten, dass man eine Behinderung des Verkehrs habe vermeiden wollen, ist offensichtlich, dass man das Ganze möglichst ohne Aufsehen abwickeln wollte.

Journalisten und Kommunisten erst misstrauisch

Pünktlich zur Geisterstunde kehrte „das historische Gespenst“ wieder auf sein Podest zurück, misstrauisch beobachtet von Journalisten und Mitglieder der kommunistischen Partei. Bevor er aus dem grünen Transportbehälter gehoben wurde, mutmassten einige unter ihnen, die Figur sei ausgetauscht worden oder durch eine kleinere ersetzt worden.

Offizielle Rückkehr am 20. April

Der Petersburger Kommunistenführer Sergei Malenkowitsch versicherte, man werde bis zum Tageslicht warten, um die Echtheit der Statue zu überprüfen. Den meisten genügte aber schon der Augenschein als Lenin wieder fest an seinem angestammten Platz stand, um zu bestätigen, dass es der „alte“ war. Am 20. April, wenn die letzten Rennovierungsarbeiten am Sockel des umstrittenen Monuments abgeschlossen sind, wird es offiziell der Stadt zurück gegeben.

Peinliche Affäre elegant zuende gebracht

Das zuständige Städtische Skulpturenmuseum hat damit relativ elegant und effizient die peinliche Affäre mit Lenins gesprengtem Hinterteil beendet. Am 1. April vor einem Jahr hatte ebenfalls nachts ein Sprengsatz mit der Stärke von zirka 300 Gramm TNT ein metergrosses Loch in das Standbild gerissen.

Die Bronzeskulptur wurde umgehend mit einem Holzsarkophag verhüllt, um die Reparaturen an Ort zu erledigen. Doch erwiesen sich die Schäden als so schwer, dass man das Standbild in die Werkstatt abtransportierte. Obschon sich ein obskures „fliegendes Kommando“ zum Anschlag bekannte, verliefen die Ermittlungen bisher im Sand.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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