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Legale Homosexuellen-Demo in Petersburg durch Hooligans attackiert

Von   /  18. Mai 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Am gestrigen „Tag des Kampfs gegen Homophobie“ im Petersburger Petrowski-Park nahmen rund 100 Personen teil, schreibt newsru.com. Die bewilligte Kundgebung der LGBT-Bewegung ging unter starkem Polizeischutz aber friedlich über die Bühne. Die Gay-Aktivisten verteilten Luftballons, die mit Wunschzetteln in die Luft gelassen wurden.


Dann wurde die Veranstaltung plötzlich durch einen Angreifer gestört, der mit einer Gasdruck-Pistole um sich schoss und einen Demo-Teilnehmer im Gesicht traf. Der Schütze wurde von der anwesenden Polizei festgenommen, der Verletzte verarztet.

Als am Ende die Teilnehmer weggebracht wurden, attackierten mehrere Dutzend maskierter Männer den Bus, schlugen die Fenster ein und beschimpften die Insassen. Die Omon-Sonderpolizei begleitete zwar den Transport, doch war sie offenbar dem Massenansturm nicht sofort gewachsen. Schliesslich konnte der Bus den Angreifern entkommen, doch waren auf dem Asphalt Blutspuren zu sehen.

Bus mit Fremdarbeitern fällt dem Mob zum Opfer

Zur selben Zeit fuhren zufälligerweise zwei Autobusse, mit denen Gastarbeiter aus Asien transportiert wurden, an der Stelle vorbei, die ebenfalls dem Mob zum Opfer fielen. Die Fenster der Busse wurden eingeschlagen und die Ausländer mit Luftpistolen beschossen und Leuchtpetarden beworfen. Die Passagiere waren völlig schutzlos der Gewalt ausgesetzt, weil die Polizei den Bus mit den Gay-Aktivisten begleitete.

Es wird angenommen, dass es sich bei den maskierten Hooligans um Nationalisten gehandelt hat. Der Petrowski-Park wurde zuvor nie für politische Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, weil bekannt ist, dass er von den Zenit-Fussballfans als „Bühne“ beansprucht wird.

Archivbild: LGBT-Demo in Moskau (www.spb-pride.ru)

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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