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Landerechte in Russland stehen für Austrian Airlines vor dem Aus

Von   /  20. Januar 2010  /  Keine Kommentare

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russland.ru.- Wie das Onlineportal airline-bewertungen.eu auf seiner Seite schrieb, scheinen die Austrian Airlines ( AUA ) Probleme mit den Landerechten in Russland zu haben. Laut airline-bewertungen.eu soll Ministerpräsident Putin der AUA die Landerechten entziehen wollen. Putin berufe sich dabei auf den geltenden Staatsvertrag, dessen wichtigster Punkt darauf zielt, dass er nur gilt, wenn es sich um eine rein österreichische Fluggesellschaft handelt, so airline-bewertungen.eu.

Noch nationale Airline oder nicht

Nach der Übernahme der AUA durch die deutsche Lufthansa ist diese Bedingung nach Ansicht der russischen Behörden nicht mehr erfüllt. „Wir warten auf die Antwort Österreichs, ob Austrian Airlines noch eine nationale Fluglinie ist oder nicht“, erklärt Timur Chamrajewitsch Pressesprecher des russischen Verkehrsministeriums in Moskau. Bis zum 1. Februar muss das österreichische Infrastrukturministerium diesen Nachweis erbringen, sonst könnten die Landerechte entzogen werden.

Entscheid im März

Bei der AUA gab man sich am Sonntag zuversichtlich, weiterhin die Russland-Rechte zu behalten, am Zug sei nun aber die Politik. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Geschäftsfluganbieter Austriair als Interessent für die Strecke gemeldet. Insidern zufolge wird über den Erhalt der Moskauer Landerechte von Austrian Airlines (AUA) nach der Übernahme durch die Lufthansa erst Ende März entschieden. Dies erfuhr die österreichische dpa-AFX-Partneragentur APA aus Kreisen der österreichischen Fluglinie, die damit einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Kurier“ bestätigten.

Verlust der Landerechte wäre herber Rückschlag

Der Verlust der Landerechte wäre für die AUA und ihre Sanierer Malanik und Bierwirth ein herber Rückschlag. Großer Optimismus scheint bei den österreichischen Politikern nicht vorzuherrschen. FPÖ-Luftfahrtsprecher Hofer geht davon aus, dass die AUA ihre exklusiven Verkehrsrechte für Russland verlieren wird. Er sagte: „… Dieser Nachweis ist schlicht und einfach nicht zu erbringen. Daher hat Russland auch sämtliche Argumentationsversuche der AUA bisher nicht akzeptiert. Eine Änderung der Haltung ist nicht zu erwarten.“

Bild: Wikimedia Commons

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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