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Lada reif für Deutschland, Mercedes reif für Russland

Von   /  28. Februar 2017  /  Keine Kommentare

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spn.- Der Verkauf des Modells Lada Vesta des russischen Autobauers AvtoWaz hat in Deutschland am 21. Februar begonnen. Der Geschäftsführer der „LADA Automobile GmbH“, die den russischen Autohersteller in Deutschland vertritt, Dieter Trzaska, hat das Fahrzeug als konkurrenzfähig auf dem deutschen Markt bezeichnet. Bei Moskau soll in zwei Jahren eine neue Mercedes-Autofabrik die Produktion aufnehmen – der Investitionsvertrag wurde unterzeichnet.

Eine Eventvorstellung des Lada Vesta, bei der rund 30 Analysten und etwa 70 deutsche Händler erwartet werden, fand im niedersächsischen Buxtehude statt, danach folgte eine Vorstellung in Wien. „Das Fahrzeug ist vom Preis, von der Qualität und von der Ausstattung her konkurrenzfähig. Wir müssen schauen, dass jetzt diese politischen Einflüsse, die immer noch da sind, sich nicht negativ auf den Vesta auswirken“, so Trzaska.

Laut Trzaska entspricht der Lada Vesta einer „höheren Mittelklasse“ und soll die Kunden mit der fünf-Jahre-Garantie und dem Preis ansprechen, der mit 12.490 Euro anfängt. Wenn man aber mit der Basisausführung nicht zufrieden sei, könne man den Vesta auch in der Luxusausführung bekommen — dann werde der Preis bei etwa 14.000 bis 15.000 Euro liegen.

Lada-Testwagen auf Deutschland-Tour

In den nächsten zwei bis vier Wochen sollen acht Testwagen eine Tour von Buxtehude durch Deutschland unternehmen, eine weitere Tour sei für Ende März geplant. Man erwarte eine gute Resonanz von den Testberichten, so Trzaska. „LADA Automobile“ soll das Fahrzeug über 100 speziell ausgewählte Händler in Deutschland führen.

„Den deutschen Kunden soll der Lada Vesta mit einem Hubraum von 1600 Kubikzentimeter und der Höchstleistung von 106 PS angeboten werden“, heißt es in einer Mitteilung des russischen Industrie- und Handelsministeriums. Die nach Europa gelieferten Autos entsprächen der Euro-6-Abgasnorm und unterschieden sich von den Fahrzeugen, die für den Innenmarkt hergestellt werden, durch die Kalibrierung der Motorsteuerung und des Fahrzeugdiagnosesystems.

Die Fahrzeuge würden mit Klimaanlage, Leichtmetallfelgen, Regen- und Lichtsensoren, Geschwindigkeitsregler, einem Multifunktionslenkrad, einer Soundanlage, einem Einparkhilfesystem sowie einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet.

Mercedes-Wagen bald aus Moskau

Der Gouverneur der Moskauer Region, Andrei Worobjow, hat den Investitionsvertrag über den Bau einer neuen Mercedes-Fabrik in der Region Solnetschnogorsk bei Moskau unterzeichnet, berichtet der russische TV-Sender „360“.  Der Daimler-Betrieb soll in zwei Jahren im Industriepark „Essipowo“ in der Region Solnetschnogorsk, einer Vorstadt Moskaus, die Arbeit aufnehmen.  Zuvor hatte der Chef des russischen Ministeriums für Industrie und Handel, Denis Manturow, gesagt, dass der Bau des neuen Betriebs 300 Millionen Euro kosten werde.

Im Juni 2016 war mitgeteilt worden, dass der voraussichtliche Produktionsumfang 25.000 Autos pro Jahr betragen werde. Sobald die Serienproduktion startet, können fünf PKW-Modelle der Serien S, E, ML, GL und A hergestellt werden.  In Russland werden schon seit längerem Mercedes-Nutzfahrzeuge produziert: PKW in Nischni Nowgorod und LKW in Nabereschnyje Tschelny. Die lokale Herstellung von Autos Sprinter Classic ist in Nischni Nowgorod und Jaroslawl angesiedelt. 40 Prozent der Teile werden in Russland produziert.

Bild: Wikimedia Commons

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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