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Krimskrams für Krymsk – Sammelaktion für Überschwemmungsopfer

Von   /  14. Juli 2012  /  Keine Kommentare

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Von Luisa Schulz

Für die Katastrophenopfer in Krymsk wurde am Liteini-Prospekt 31 ein Hinterhof zu einer Sammelbörse. Im versteckten Hof drängen sich Menschen zwischen Kisten, Autos laden laufend ein und aus. Die Aktion findet bereits seit dem 9. Juli und mindestens noch bis zum 16. Juli statt. Viele Leute bringen aber eher Ramsch als Rettung.

Spenden werden mit dem Auto nach Krymsk gefahren

Das Projekt wurde von Freiwilligen auf die Beine gestellt, darunter Aktivisten der Occupy-Bewegung am Isaaksplatz und der „Beobachter Petersburgs“. Die Freiwilligen, überwiegend junge Leute, sogar Kinder, sind rund um die Uhr vor Ort. Sie beraten, klären auf und nehmen Spenden an. Auch um Mitternacht, als sich fast keiner mehr in den Hof verirrt, sind sie noch in einem Keller zu finden.

„Es kommen ständig Leute“, sagt Lika, eine der Freiwilligen. Auf die Frage, wie die Spenden nach Krymsk kommen, erklärt sie: „Die Leute fahren selbst mit dem Auto hin. Mehrmals am Tag. In den nächsten Tagen sollen auch Busse organisiert werden.“

Keine Altkleidersammlung

Am Enthusiasmus der Bürger mangele es eindeutig nicht. Eher an einem Gefühl dafür, was die Leute in Krymsk wirklich brauchen. Ein Blick in die Kisten bestätigt das. Vor allem sammeln sich dort alte Kleidung, darunter Winterjacken, Tischtücher und Bettwäsche. Auch die vielen Gummistiefel sind zwar gut gemeint, helfen aber kaum den Bürgern von Krymsk, die inzwischen auf dem Trockenen sitzen.

Auf einer Tafel steht deshalb jetzt, was wirklich gebraucht wird: Medikamente, Unterwäsche, Socken (neue!), Hygieneartikel, Werkzeuge, Konserven und vor allem Wasserfilter. Auch finanzielle Hilfe ist willkommen.

Volontäre für den Wiederaufbau gesucht

Neben Gebrauchsartikeln werden auch Volontäre gesucht. Bauleute, Elektriker, Geologen, Pädagogen, Ärzte, Tierärzte, Psychologen und starke Männer listet der Flyer der Kampagne auf.

Wer weder spenden noch selbst nach Krymsk fahren kann, der kann wenigstens auf einem Plakat einen guten Wunsch für die Bürger von Krymsk hinterlassen.

 

 

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