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Kriegsspiele – freundschaftlicher Kampf in historischen Uniformen

Von   /  9. Januar 2011  /  Keine Kommentare

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Andreij Fokin – Man sagt, dass wenn die Jungs grösser werden kaufen sie sich Ihre Spielzeuge selbst, nur teuerer.  Manche davon hören auch als Erwachsene nicht auf Krieg und Soldaten zu spielen. Das heisst dann „militär-historischen Rekonstruktion“ oder auf Neudeutsch „Reenactment“.

Eine solche Rekonstruktion anzusehen ist faszinierend und interessant (siehe Fotogalerie unten). Es nicht wie ein Film am Bildschirm, hier tönen die Schüsse laut und es riecht überall nach dem Pulver. Die Kinder rennen umher und sammeln mit Vergnügen Hülsen ein und betrachten die alte Waffen. Die Erwachsenen sind fasziniert und beobachten intensiv das Geschehen.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte seiner Kriege.

Der Schrecken des Krieges begleitet die Menschheit ständig. Groß und klein, weltweit und lokal. Mit dem Erscheinen der Kernwaffen war zu hoffen, dass die Kriege aufhörten, wollte doch niemand alles und jeden zerstören. Aber der „Krieg“ hat sich schlau gezeigt, wie eine Schlange gewunden, ist in lokalen Konflikten wieder erstarkt. Im Irak, dem ehemaligen Jugoslawien, das Ringen der Amerikaner in Afghanistan, Tschetschenien, der Konflikt Russlands und Georgiens, der Terrorismus, die Konflikte Nord- und Südkoreas.

Und schon haben wir uns wieder an den Krieg gewöhnt. Er flimmert uns von den Bildschirmen der Fernseher, von den Monitoren der Computer, als Kindercomputerspiel oder ganz real wie das schreckliche Hubschraubervideo von WikiLeaks, entgegen. Da muss man sich doch schon wundern wie wir uns schon wieder daran gewöhnt haben. Unser Herz ist hart geworden und nur mit den alltäglichen Sorgen beschäftigt, ja wir sind geradezu dankbar uns vom Alltag ablenken zu lassen.
Angenommen es wuerden uns Ausserirdische besuchen, wie würden sie diesen Blinden Fleck auffassen? Es gibt keine genaue Antwort auf die Frage, aber falls sie es bis zu uns auf die Erde schaffen würden, und sich mit der Geschichte der Menschheit vertraut machen, wären sie sicherlich so schockiert, dass sie dann um unseren Planeten einen grossen Bogen machen. Es ist peinlich für uns.

Was ist das für eine Begeisterung zum Krieg spielen?
Ist es ein Sport? Teilweise ja es ist viel in Bewegung und alles geschieht an der frischen Luft. Die Teilnehmer geben viel Geld für die neuen Spielzeuge aus, die Ausrüstung, die Waffen, die Platzpatronen und die alte Militäruniform. Krieg spielen war schon immer ein aufwendiges und teueres Vergnügen. Ist es interesser für die Geschichte? Natürlich auch, mann weiss viel über die Details und Unbill des lebens unter diesen Umständen.
Wollen sie die Zuschauer unterhalten ? Nein, sie respektieren die Zuschauer, aber sie sind keine Schauspieler.

Also alles nur ein Spiel?

Für die Meisten trifft das vermutlich zu.
Wollen sie im Spiel die Feinde nochmal die Siege über die alten Feinde auskosten und Länder die heutzutage Freunde und die Partner demütigen?
Nein, in solchen Veranstaltungen agieren die Russen mit dem großen Vergnügen in der Rolle der Deutschen.
Es sind auch keine Kontrahenten wie Fussballklubs die sich bekämpfen – nein mann teilt sich in Freund und Feind und spielt seine Rolle um danach wieder normal zusammen zu sitzen.

Ist es besser, zu spielen, als zu kämpfen? Oder schleicht sich der Krieg auf heimtückischwe Weise wieder an? Ich weiß die Antwort auf diese Fragen nicht aber Ich erinnere mich an die Wörter Otto von Bismarcks „Auch ein gewonnener Krieg ist böse und sollte von der Weisheit der Völker verhindert werden“. Er wusste von was er sprach, indian viagra.

Text und Bild: Andrej Fokin, Korrespondent und Fotograf beim Petersburger Sportportal „Sport Dialog“
Redaktion, Markus Müller

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