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Kommentar: Korruption kennt keine Krise

Von   /  31. Januar 2009  /  1 Kommentar

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mr. – die „Nebenkosten“ für Führerscheinprüfungen steigen gegen den allgemeinen Trend

Wer in St. Petersburg seinen Führerschein machen möchte, hat nicht nur die Wahl zwischen guten oder schlechten Fahrschulen und Fahrlehren, sondern auch, ob er mit oder ohne einen „Fallschirm“ in die praktische Prüfung gehen möchte. Man meldet sich bei der Fahrschule an, lernt, übt, macht die theoretische Prüfung. Ist gut oder sehr gut und besteht in der Prüfungspraxis oder fällt durch.

Leider passiert es immer wieder, dass Fahrlehrer im Besonderen den weiblichen Fahrschülern vor der Prüfung so viel Angst machen, dass diese sich zur Zahlung einer extra Gebühr verleiten lassen.

Die Fahrlehrer behaupten, dass wer zahlt auch gute Chancen hat, die Prüfung beim ersten mal zu bestehen diese dann auch mit geschlossenen Augen „hin bekommt“.

Wer unsicher und nicht bereit ist die extra „Gebühr“ zu zahlen wird schlechter vorbereitet und bekommt einen extrem peniblen Staatlichen-Prüfer. So kann es passieren, das schon gut ausgebildete Fahranfänger  3-4 Ehrenrunden bei der Prüfung drehen.

Lustiger Weise betont der zur Prüfung beauftragte Beamte von der GAI vor jeder Prüfung, das es verboten ist Bestechungsgelder an Fahrlehrer zu zahlen und vor allem nicht Notwendig. Interessant das zu betonen. Trotzdem schneiden am Ende die (den Fahrlehrer) zahlenden Schülern besser ab als der Rest.

Es scheint also ein paar kommunizierende Röhren zwischen der Fahrschule und den Prüfern zu existieren, die wohlgenährt und mit maximaler Kragenweite versehen Ihrer harten Arbeit frönen.

Wer also vor der Alternative steht eine echte Chance zu erhalten, oder mindestens 3x durchzufallen, wählt fast immer den sicheren „Fallschirm“.

Waren im Jahr 2001 die „Gebühren“ noch ca. 7.000 Rubel sind sie heute mit 13.000 Rubel doppelt so hoch.

Die Korruption kennt halt keine Krise.

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1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Böse Zungen behaupten das man nicht nur Beruhigungsmittel für die Praktische Prüfung kaufen kann sondern auch für die Theorie und das anschliessende Schlangenstehen… Kein Wunder das die Gouverneurin darüber schockiert ist.

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