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Konzerte lassen Ermitage-Gemälde schneller altern

Von   /  21. Juli 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Konzerte auf dem Palastplatz in Sankt Petersburg machen die in der anliegenden Ermitage aufbewahrten Gemälde schneller älter. Das teilte das Museum unter Berufung auf die Ergebnisse einer Studie über die akustischen Einwirkungen auf die Museumsexponate mit. Auf dem Palastplatz werden oft Massenveranstaltungen – Konzerte, Sportprogramme und Volksfeste veranstaltet, wobei leistungsstarke akustische Systeme eingesetzt werden, die die Fensterscheiben und Vitrinen des Museumsgebäudes vibrieren lassen und die Kunstwerke hohem Schalldruck aussetzen, heißt es in der Mitteilung.
Am stärksten sind die Gemälde betroffen. „Die physikalisch-mechanischen Schwingungen der Leinwände, die mit der Einwirkung von Sauerstoff und Licht und mit Feuchtigkeitsgefällen einhergehen, leisten dem Eindringen von verschmutztem Wasserdunst in das Gewebe Vorschub und beschleunigen die Alterungsprozesse in den Gemälden“, so die Mitteilung. Die Untersuchung in der Ermitage ergab, dass 200 Stunden starke Tonschwingungen (von 80 bis 82 Dezibel) bzw. 100 zweistündige Konzerte innerhalb von zehn Jahren Gegenstände der Malerei um 35 bis 40 Jahre älter machen.

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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