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Konsul und Künstler – Abchai Kumars farbige Elemente verbinden die Welt

Von   /  6. Dezember 2009  /  Keine Kommentare

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Von Eugen von Arb

Zwar kann die Türengalerie nur drei Bilder des malenden Diplomaten zeigen, doch diese sind voller sonniger Energie und hellen die dunklen Petersburger Winternächte auf. An der Eröffnung der Ausstellung „Elemente“ konnte man sich mit dem indischen Konsul ohne Berührungsängste bekannt machen.


Die wenigsten Diplomaten wagen sich ohne Dienstwagen und Begleitschutz auf die Strasse – schon gar nicht in Russland. Doch Abchai Kumar kommt nicht nur ohne Leibwächter aus, er organisiert sogar eigene Ausstellungen im Hort der Nonkonformisten – der „Puschkinskaja 10“. Neben seinem Dienst für Indien malt der leidenschaftlich – die Kunst, so sagt er, habe er in St. Petersburg entdeckt.

Symbolsprache

Mittels Symbolspache zeigt der Künstler jene Elemente des Lebens, die alle Kulturen verbinden Natur, Licht, Wasser, Himmel, Liebe, Geist, Mann und Frau… Ohne sich auf eine bestimmte religiöse oder philosophische Richtung festzulegen, zeichnet er mit einfachen Mitteln ein Bild der Harmonie – jene Harmonie, welche die Menschheit anstreben sollte.

Annäherung dank Informationstechnologie

Neu ist weder seine Idee noch sein Stil – beeindruckend ist aber, dass er seine Vision im Leben umgesetzt hat: seine russische Frau und ihr gemeinsames Kind nahmen an der Vernissage aktiv teil. Im Informationszeitalter sei es möglich geworden, dass Menschen aller Kontinente und Kulturen sich einander annähern könnten, und er wolle mit seiner Kunst an diesem Prozess teilhaben, erklärte er an seiner Eröffnungsrede.

Durch die „Tür der Kunst“ von der indischen in die russische Kultur

Die Tür sehe er als Eingang von der eigenen Kultur in eine andere – von der indischen in die russische. Die Kunst, mit der er sich erst in Petersburg zu beschäftigen begann, spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Kunst Kumars Bilder, die er bereits in mehreren Ausstellungen in Petersburg und Paris gezeigt hat, begleiten seine Gedichte, die ebenfalls in Buchform erschienen sind. Obschon er einer völlig anderen Kultur angehört, hat er sich mittlerweile völlig in Russland integriet und spricht gut Russisch. Kumar ist 1980 in Nalanda geboren und kam nach seinem Studium in Neu-Dehli nach Russland.


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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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