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Kommentar: Die Duma besticht die Ölindustrie

Von   /  8. Juli 2008  /  1 Kommentar

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mr – Zürich-

Russland hat ein Energieproblem.
Sowohl Gas- als auch die Ölförderung bleibt hinter dem Plan zurück. Es scheint das die Unternehmen die Technik und Exploration jahrelang vernachlässigt haben und jetzt trotz Rekordpreisen die Förderung rückläufig ist.

Trendwende durch ein 6$ / Barrel Steuergeschenk ?

Die aktuellen Rekordpreise für Erdöl spülten den Produzenten bereits enorme Summen in die Kassen aber dennoch sinkt die Produktion bei steigender Nachfrage. Die 6 Dollar pro Barrel Steuerleichterung sind im Vergleich dazu „Peanuts“.  Dennoch könnte dieses Steuergeschenk dazu führen, das die rückläufigen Produktionszahlen der russichen Erdölindustrie wieder auf Wachstumskurs gebracht werden.

Nachhaltige Produktion verpasst

Durch das Rausdrängen der erfahrenen Internationalen Partner aus der heimischen Förderung und der Zerschlagung des technisch „progessivsten“ Ölkonzerns Yukos hat die russische Förderindustrie bereits seit 4 Jahren keinen echten Wettbewerb in der Produktivität und Modernisierung. Man pumpt solange die Pumpe läuft – aber wehe sie bricht.  Substanz und Technik wurde nicht ausreichend erneuert und trotz riesigem Profit scheuen die Öl-Konzerne die notwendigen Investitionen. In Nachhaltiger Produktion geübte Internationale Konzerne sind marginalisiert und haben nichts mehr zu sagen.

Mit der Dumaentscheidung für dieses Gesetzt ist eine klare Ansage an die Industrie verbunden. Wer dem Ruf des Kremels nicht folgt, kann schnell in Ungnade fallen und muss froh sein wenn er in London exiliert wird statt in Yamal oder Chita auf Eis gelegt.

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1 Kommentar

  1. siemel sagt:

    Irgendwann wird auch der letzte Besserwisser im Kreml merken, dass ohne moderne Technik und vor allem ohne ständige Wartung und Erneuerung, die Förderung von Öl und Gas immer weiter absinkt. Irgendwann ist auch mal die kreativste Flickerei am Ende und dann wird es richtig teuer. Nur die Rubel einheimsen und nichts mehr investieren ist der falsche Weg. So ärgerlich, wie es für manche Wirtschaftlenker im Kreml ist, ohne Konkurrenz bewgt sich nichts mehr und es wird nur noch der Stillstand verwaltet. Das Ende vom Lied ist dann, dass Rußland Energie importieren muß.

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