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Kino-Premieren am Festival des Deutschen Films 2011 in St. Petersburg

Von   /  7. Dezember 2011  /  Keine Kommentare

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pd.- Bereits zum achten Mal findet vom 8. bis 11. Dezember das Festival des Deutschen Films statt. Das Goethe-Institut St. Petersburg und German Films freuen sich, Ihnen mit zahlreichen Spiel-, Dokumentar-, Kinder- und Kurzfilmen einen Querschnitt des deutschen Kinos 2011 zu präsentieren und aktuelle Themen aus Deutschland filmisch nach St. Petersburg zu bringen. Sämtliche Filme werden zum ersten Mal in Russland gezeigt.

Mit „Goethe!“ wird das Festival eröffnet. Der Film zeigt einen anderen Goethe, als die meisten ihn kennen. Anstelle des weisen Dichters wird ein junger Mann vorgestellt, der das Leben, laute Feste und die Frauen liebt.Noch ein Film hat ein historisches Motiv zum Inhalt – „Der ganz große Traum“. Darin wird die Geschichte des deutschen Fußball-Pioniers Konrad Koch erzählt, der die Deutschen mit diesem Sport bekannt machte und zum ersten Mal die Spielregeln in deutscher Sprache veröffentlichte.

Gleich zwei Filme sind der Begegnung verschiedener Kulturen gewidmet. Regisseur Ulrich Köhler verbrachte seine Kinderjahre in Zaire. Sein Film „Schlafkrankheit“ beschreibt die Beziehung eines weißen Arztes und Missionars, der Afrika liebgewonnen hat, und seines schwarzhäutigen Kollegen, der in Frankreich aufgewachsen ist und die Zivilisation vermisst. „Almanya – Willkommen in Deutschland“ hat das Migrantenschicksal zweier Generationen türkischer Gastarbeiter in Deutschland zum Thema. Dem Mentalitätenkonflikt begegnet die Autorin mit Humor – Vorurteile sowohl der Deutschen wie auch der Türken werden mit einem Augenzwinkern entlarvt.

Hanni & Nanni und Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Das Festivalprogramm enthält auch zwei Jugendfilme: „Hanni & Nanni“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Buchs der englischen Autorin Enid Blyton. „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ handelt von der Liebe eines Popmusikers zu einer jungen Frau. Die aufwändigste Produktion des Festivals heisst „Die kommenden Tage“. Diese Antiutopie beschreibt eine durch den Krieg ausgelöste Krise und ihre Auswirkungen auf eine deutsche Familie.

Im Kurzfilmfestival „Next Generation“ werden die wichtigsten Produktionen deutscher NachwuchsregisseurInnen zusammengefasst. „Wer, wenn nicht wir“ ist der erste Spielfilm des Dok-Filmers Andreas Veiel, der als Abschlussfilm gezeigt wird. Der Autor beschreibt darin die Entstehung der terroristischen Organisation „Rote Armee Fraktion“ (RAF) in der Bundesrepublik der Sechziger- und Siebzigerjahre. Zu Gast beim Festival im Kino „Aurora“ sind die Schauspielerin Miriam Stein und ihr Kollege Volker Bruch (“Goethe!) sowie der Regisseur Andres Veiel („Wer, wenn nicht wir“). Im Anschluss an die Filme freuen sie sich auf eine Podiumsdiskussion mit dem Publikum.

 

8. Festival des Deutschen Films mit Produktionen aus den Jahren 2010 bis 2011. Auf Deutsch mit russischen Untertiteln. Kino „Aurora“, Newski Prospekt 60, Tel. 315-52-54, 942-80-20. Eintritt 100-200 Rub. www.avrora.spb.ru www.goethe.de/filmfest2011

8. Dezember: 18.30 Eröffnungsfilm Goethe! (Regie: Philipp Stölzl). Gäste: die Schauspieler Miriam Stein und Volker Bruch (Großer Saal). 21.30 Kurzfilmreihe Next Generation (Kleiner Saal).

9. Dezember: 19.30 Der ganz große Traum (Regie: Sebastian Grobler, Großer Saal). 21.30 Kurzfilmreihe Next Generation (Kleiner Saal).

10. Dezember: 15.00 Groupies bleiben nicht zum Frühstück (Regie: Marc Rothemund, Kleiner Saal). 15.30 Almanya (Regie: Yasemin Samdereli, Großer Saal). 19.30 Goethe! (Regie: Philipp Stölzl). Gäste: Schauspieler Miriam Stein und Volker Bruch (Großer Saal). 21.30 Schlafkrankheit (Regie: Ulrich Köhler) Kleiner Saal).

11. Dezember: 11.30 Hanni und Nanni (Regie: Christine Hartmann, Kleiner Saal). 14.20 Die kommenden Tage (Regie: Lars Kraume, Großer Saal). 19.00 Wer, wenn nicht wir. Gast: Regisseur Andres Veiel (Großer Saal).

Diese Information stammt aus dem Kulturkalender “Nemezkaja Afischa”, der vom Deutschen Generalkonsulat in St. Petersburg herausgegeben wird und den Sie hier beziehen können. >>>

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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