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Killermord an Uni-Rektor Viktorow schockiert Petersburg

Von   /  10. September 2012  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Am Abend des 5. Septembers wurde in Vsevoloschsk bei Petersburg der Rektor der Petersburger Universität für Dienstleistungen und Wirtschaft (SPBGUSE) vor seinem Haus erschossen. Viktorow wurde durch drei Schüsse aus einer schallgedämpften Pistole sofort getötet. Seine Frau, die als Vizerektorin der Uni angestellt ist, wurde  ebenfalls durch eine Kugel verletzt und liegt unter Polizeischutz im Krankenhaus.


Als mögliches Motiv fürden offensichtlichen Killermord wird der Konflikt Viktorows mit seinem Vorgänger Valeri Solowjew und dessen Sohn angeführt. Beide hatten 2009 ihre Stellen in der Universitätsleitung gekündigt, weil ihnen finanzielle Unregelmässigkeiten vorgeworfen worden waren. Auch wird vermutet, das der grosse Besitz an Immobilien der Uni, dessen „Privatisierung“ Viktorow erfolgreich verhinderte, mit seiner Ermordung zu tun haben könnte.

Der 61-jährige Viktorow war sowohl bei Kollegen wie auch bei Studenten als korrekter, integerer und organisatorisch begabter Schulleiter beliebt und brachte den Universitätsbetrieb während seiner Amtszeit zum blühen. Unter seiner Leitung hob sich sich das Niveau der Hochschule deutlich, die Rahmenbedingungen für die Lehrkräfte und die Studierenden und die finanzielle Lage der Uni verbesserten sich stark. Die kaltblütige Ermordung Rektors ist das erste Verbrechen von solchem Massstab in St. Petersburg seit vielen Jahren. (eva)

Bild: SPBGUSE

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Zu gut für diese Welt? Diese unfassbare Tat steht sicher im Zusammenhang mit seiner guten Arbeit.

    Nichts macht einen nichtsnutzigen korrupten Parasit im Staatsdienst wütender als das positive Beispiel, dass man auch aufrecht, ehrlich und erfolgreich seinen Job machen kann.

    Um in Russland so einen öffentlich Job ohne Korruption, und auch noch erfogreich zu machen braucht es aussergewähnliche Menschen mit mehr als der normalen Portion Rückgrat. Eine seltene Spezies.

    Wer sich hier der Sache und nicht dem Eigennutz verschreibt lebt gefährlich. Da die Möglichkeit Ihn durch seine Korrpution gefügig zu machen fehlt, wird er „unkonrollierbar“.

    Ein „gefährlicher Aussenseiter“ im System. Die Ermittlungen weden im Sande verlaufen oder ein paar bemitleidungswürdige Seelen als Täter „unzufriedene Studenten oder Kleinkriminelle“ ausgegraben. Der Qualität der Universität wird sinkte ins Mittelmass und der Verkauf der Immobilien der Sahnestücke kommt wieder in Schwung.

    Was für ein Abgrund in den wir hier sehen..

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