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Keine Krise trotz Rückgang russischer Touristen im Baltikum

Von   /  3. Mai 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Bereits im vergangenen Jahr registrierten die baltischen Staaten wegen der politischen Abkühlung in der Ukraine-Krise einen deutlichen Rückgang russischer Touristen. Auch dieses Jahr wird mit weniger russischen Gästen gerechnet, prognostiziert jedoch keine Krise und setzt auf Touristen aus anderen Staaten.

In Litauen sank der Touristenstrom aus Russland zwischen 2013 (243.600 Personen) und 2014 (222.000 Personen) um 21.400 Personen oder 8,8 Prozent – ein schmerzlicher Einbruch. Dennoch glaubt man beim litauischen Gastgewerbeverband, dass der Grossteil der russischen Touristen ihre Gewohnheit, nach Litauen in die Ferien zu fahren, nicht aufgibt.

Ein Teil des Verlusts wird ausserdem durch zusätzliche Touristen aus dem benachbarten Lettland, sowie aus der Ukraine und Deutschland kompensiert. 2014 erholten sich in Litauen insgesamt 162.000 deutsche und 104.000 lettische Staatsangehörige, das sind um 13.500 bzw. 21.600 Personen mehr als im Vorjahr.

Abzug populärer russischsprachiger Festivals

Mit dem Abzug der populären russischsprachigen Festivals „Nowaja Wolna“ (Neue Welle), „KVN“ und „Comedy Club“ aus dem Kurort Jurmala hatte der lettische Fremdenverkehr einen herben Verlust einstecken müssen. Die Veranstalter hatten sich nach Russland verabschiedet, nachdem die Regierung in Riga eine Reihe prominenter Show-Teilnehmer aus politischen Gründen mit Einreiseverbot belegt hatte.

Die Zahl russischer Gäste war hier von 2013 auf 2014 um 4,1 Prozent auf 297.600 Personen gefallen. Auch hier hofft man mit der Zeit auf mehr Touristen aus Deutschland und Skandinavien, wenn man auch den Russen nachtrauert, die grosszügiger Geld ausgeben als die sparsamen westeuropäischen Touristen.

In Estland fiel die Zahl russischer Touristen zwischen 2013 und 2014 um 28.600 Personen oder 9,6 Prozent auf 275.400 Personen. Hier hofft man, dass eine verbesserte politische Lage auch einen neuen Anstieg beim Strom von Reisenden aus dem östlichen Nachbarland mit sich bringt.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.delphi.lt

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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