Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Kampf gegen Homosexuelle in karelischer Grenzstadt Swetogorsk

Von   /  9. März 2017  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Der Bürgermeister von Swetogorsk an der russisch-finnischen Grenze rüstet zum Kampf gegen westliche Werte und liess verlauten seine Stadt sei „frei von Homosexuellen“. Gay-Aktivisten, die zu einer Protestaktion anreisten sowie Journalisten wurden vom Geheimdienst FSB festgenommen und aus der Grenzzone deportiert.

Der Swetogorsker Bürgermeister Sergei Davidow hatte sich am 1. März öffentlich gerühmt, dass seine Stadt völlig frei von Homosexuellen sei – im Gegensatz zu Petersburg, wo sogar Gay-Paraden stattfänden. Er sehe seine Stadt als Vorposten im Kampf gegen die Homosexualität und andere schädliche westliche Werte.

Zwei Gay-Aktivisten, die daraufhin mit einem Besuch in Swetogorsk die Aussage Davidows widerlegen wollten, wurden nach kurzer Zeit vom Geheimdienst FSB festgenommen und wegen der fehlenden Spezialbewilligung für die Grenzzone deportiert. Ähnlich erging es zwei Journalisten der Zeitschrift „Snob“, die zur Recherche über den Alltag in Swetogorsk angereist waren.

Kampf gegen US-Flagge vor Zellulosefabrik

Der Bürgermeister informiert ausserdem, dass er jegliche amerikanische Symbolik aus der Stadt verbannen werde. Damit kann nur die US-Flagge gemeint sein, die vor der örtlichen Zellulosefabrik weht, die zum Konzern „International Paper“ mit Hauptsitz in Memphis im Bundesstaat Tennessee gehört. Dieser Vorsatz Davidows könnte schwieriger zu realisieren sein, ist die Papierfabrik doch neben dem Zoll der grösste Arbeitgeber der Stadt.

Die Stadt Swetogorsk war zuvor bereits in die Schlagzeilen geraten, nachdem Brot mit Nägeln im Teig verkauft worden waren. Ausserdem sorgten Süssigkeiten mit der Form eines Penis in einer Swetogorsker Bäckerei für einen Skandal.

Bild: Wikimedia Commons

www.47news.ru

[ad#ad-3]

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Deutsch-Russischer Salon: Deutschland und Russland: Zwischen Realität und Mythos

mehr…