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„Kaikino-10“ – zeitgenössische Kunst im Grün des Leningrader Gebiets

Von   /  31. August 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Vor zehn Jahren zog ein Petersburger Paar aufs Land, um sich ganz der Kunst zu widmen. Heute erwartet das kompakte Kulturzentrum  „Kaikino-10“ rund 75 Kilometer entfernt von der Stadt Kunst-Freunde aus aller Welt, welche die Schönheit der russischen Landschaft und die Ruhe inmitten der Natur geniessen wollen.

Ein ungewöhnlicher Schritt für Russland, wo die Landflucht grassiert: Vor zehn Jahren packten Olga und Viktor Gratschew ihre sieben Sachen und gründeten auf einem halben Hektar Land ein kleines Kunstzentrum. Anstatt Kartoffeln, Tomaten und Gurken anzupflanzen, richteten sie ihr Grundstück mit einem kleinen aber schicken Ausstellungs- und Vortragszentrum sowie viel Freiluft-Ausstellungsfläche für Kulturanlässe aller Art ein. Mit einem Fest feierten sie diesen Sommer das Zehn-Jahre-Jubiläum und luden dazu ihre Freunde und KünstlerkollegInnen ein.

Post- und Pferdestation

Auf dem Grundstück stehen mehrere Gebäude verschiedenen Alters. Das Wohnhaus ist bescheiden, hat jedoch einen hohen symbolischen Wert: Zur Zarenzeit war hier eine Post- und Pferdestation untergebracht. Schon damals war die Strasse in Richtung Kingisepp und Narwa ins Baltikum von strategischer Bedeutung, so dass Postkutschen und Meldereiter hier einen Halt einlegten.

Olga und Viktor Gratschew sind beruflich gesehen ein perfektes Paar – sie ist Kunsthistorikerin, er Bildhauer. Für seine Skultpuren aus Metall, Stein und Holz ist die Liegenschaft perfekt – ein Atelier mit viel Platz unter freiem Himmel. Der Himmel ist übrigens ein gewichtiges Argument – er scheint hier tatsächlich besonders weit und schön. Auch die sanfte Hügellandschaft und der angrenzende Wald sind im wahrsten Sinne des Wortes malerisch.

Eine Gelegenheit, sich kreativ auszutoben

Wer also genug hat von Petersburgs städtischer Hektik und sich nach saftigem Grün sehnt, ist hier als Besucher wie auch als Künstler willkommen. Ob als Einzelgänger oder als Gruppe, die Kunstresidenz hat für alle Platz und Raum, um sich kreativ auszutoben. Im Versammlungsraum gibt es nicht nur die Gelegenheit, auszustellen, es ist auch ein idealer Ort, um Vorträge oder Diskussionen abzuhalten.

Es bleibt nur der Weg von etwa anderthalb Stunden Bus- oder Autofahrt zu überwinden – doch für echte Enthusiasten sollte das kein Hindernis sein. Die Busse ab der Metrostation Avtovo und zurück fahren in etwa stündlich (Bus Nr. 487, Kirowski Savod – Zimitsy, Station Kaikino).  Von der Busstation sind es lediglich 10-15 Minuten Fussmarsch bis in die Residenz „Kaikino-10“.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

Kontakte:

Olga Gracheva:

+7 9627217351, email: [email protected]

Victor Grachev:

www.victorgrachev.ru

www.creaprok.com

https://vk.com/kaykino10

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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