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Jelisejewski-Kaufhaus am Newski Prospekt wird nach fünf Jahren neu eröffnet

Von   /  3. März 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Das legendäre Jelisejewski-Delikatessengeschäft am Newski Prospekt wird am 8. März zum Frauentag wieder geöffnet. Nach seiner Schliessung wechselten mehrere Jahre die Leitung und Umbaukonzepte, und viele Petersburger befürchteten, das Traditionsgeschäft könnte einem Spekulationsprojekt zum Opfer fallen.


Immer wieder ging es um die Frage, ob das Jelisewski als Geschäft oder als Restaurant weitergeführt werden würde – heute ist klar: sowohl als auch. Im Erdgeschoss wird der beliebte Feinkostladen mit seinem Jugenstil-Interieur und seinen prächtigen Vitrinen das gewohnte Sortiment an Früchten, Süssigkeiten, Fleisch-, Wurst und Fischwaren, Spirituosen, Kaffee, Tee und Gebäck anbieten.Im ersten Stock ist ein kleines Restaurant mit dem Namen „A la carte“ und 30 bis 50 Plätzen untergebracht, das gemäss Ankündigung eine Küche auf sehr hohem Niveau anbieten wird. Im Untergeschoss, wo früher ein Warenlager war, wird eine Bar betrieben.

Obschon das Lokal lange geschlossen war, kamen die Rennovierungsarbeiten lange Zeit nicht vom Fleck. Erst vor rund einem Jahr wurde mit der Wiederherstellung des kostbaren Interieurs und der Einrichtung für den Laden- und Restaurantbetrieb begonnen. Der prächtige Kristallleuchter wurde dabei entfernt, weil er erst während der Sowjetepoche angebracht worden war.

Die neue Firmeninhaberin, die Firma „Magasin Kupzov Elisejevich“, hat die Immobilie auf zehn Jahre bei der Stadt gepachtet und möchte dem Laden ein ähnliches Image verschaffen wie das Londoner „Harrods“. Die Preise sollen sich trotz der prominenten Lage  im Mittelfeld bewegen – ein durchschnittlicher Einkauf kostet 500 Rubel, ein Café-Besuch 350 Rubel und ein Essen 1200 Rubel.

Das „Jelisejewski“ wurde von 1902 bis 1903 als ein für damalige Zeiten einzigartiges Delikatessengeschäft errichtet und gehörte der Handelsgesellschaft Gebrüder Jelissejew, die im 19. Jahrhundert vom ehemaligen Gärtner Pjotr Jelissejew und seinem Bruder Grigori gegründet worden war und sich auf den Handel mit Weinen, exotischen Früchten, Tee, Kaffee und anderen Kolonialwaren in Russland spezialisiert hatte.

Bereits 1901 hatte die Gesellschaft einen ähnlichen Feinkostladen an der Twerskaja-Straße in Moskau bauen lassen. Beide Läden wurden im Jugendstil  vom Architekten Gawriil Baranowski entworfen. Die Fassade wird von Skulpturen des estnischen Bildhauers Amandus Adamson geschmückt.

www.saint-petersburg.ru

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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