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Isaakskathedrale: Rückschläge für Restitutionsgegner

Von   /  17. März 2017  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Gegner einer Übergabe der Petersburger Isaakskathedrale an die russisch-orthodoxe Kirche mussten zwei Niederlagen hinnehmen. Zum einen wurde die Petition für ein Referendum zurückgewiesen, zum anderen wurde das Gerichtsverfahren gegen die Übergabe eingestellt.

Das Begehren für ein Referendum wurde am 14. März von der städtischen Wahlkommission aus Formfehlern abgelehnt, die der Mitinitiator und Jabloko-Abgeordnete Boris Wischnewski öffentlich eingestand. Er reichte jedoch am selben Tag einen neuen, verbesserten Antrag ein, der wiederum von der Behörde überprüft werden muss.

Zwei Tage später gab das Gericht des Petersburger Smolny-Bezirks die Einstellung des Verfahrens gegen die Übergabe der Kirche bekannt. Die zuständige Richterin liess jedoch durchblicken, dass kein offizieller Antrag der russisch-orthodoxen Kirche für eine Restitution der Kathedrale vorliege und der Gouverneur Georgi Poltawtschenko der Initiator des Rückgabe-Prozesses sei.

Räumung der Exponate aus dem Kirchensaal verlangt

Während die Opposition die rechtlichen Mittel ausschöpft, sind die Stadtregierung und die Kirche hinter den Kulissen daran, die Übergabe durchzusetzen. So wurde der Direktor des Museums in der Isaakskathedrale Nikolai Burow bereits mündlich darum gebeten, innerhalb eines Monats die Exponate aus dem Kirchenraum zu entfernen. Offenbar soll die Kirche pünktlich zu Ostern wieder in den Besitz der Kirche übergehen.

Laut Burow ist jedoch eine Evakuierung der Exponate ohne schriftliche Anweisung und eine öffentliche Ausschreibung unmöglich und beansprucht mehrere Monate, wenn nicht Jahre. Am 18. März veranstalten die Gegner eine Protestveranstaltung auf dem Marsfeld.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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