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Internationaler WWF-Tiger-Gipfel in St. Petersburg

Von   /  18. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Vom 21. bis 24. November wird in St. Petersburg der WWF-Gipfel zur Rettung des Tigers abgehalten, zu dem hochrangige Politiker aus 13 Nationen anreisen werden. Eingeleitet wird die Veranstaltung heute mit der Aktion „Die Tiger fahren ans Forum“ in Moskau, wo am Flughafen Domodedowo Aktivisten im Tigerkostüm die Flugpassagiere über die Situation des Tigers aufklären und Spenden sammeln werden.

Einer Studie der Naturschutzorganisationen WWF und TRAFFIC zufolge wurden in den vergangenen zehn Jahren mindestens 1069 Tiger getötet, um mit ihren Körperteilen auf dem Schwarzmarkt Kasse zu machen. Laut der Initiative „Global Tiger“ leben noch 3200 ausgewachsene Tiger in der Welt – die meisten in Indien, Malaysia und Bangladesch.

Handel mit Tigererzeugnissen blüht

Nach WWF-Angaben ist der illegale Handel mit Tigererzeugnissen in den vergangenen zwei Jahren in ganz Asien deutlich gestiegen. In China werden aus Tiger-Knochen Wundermittel gemacht. In Malaysia werden Tigerkrallen als Glücksbringer angesehen. In Indien und Nepal schätzt man ihre Felle.

Laut internationalen Forschern dehnte sich das kriminelle Netz aus Schmugglern, Zwischenhändlern und Verkäufern von der indonesischen Insel Sumatra über das Grenzgebiet zwischen Myanmar und China bis nach Russland aus. Indien, das Land mit der größten Tigerpopulation, ist ebenfalls eines der Zentren des Tigerschmuggels.

Vor 100 Jahren 100.000 Tiger in der Welt

Die Umschlagplätze der illegalen Tigerprodukte befinden sich nahe der indischen Metropolen Neu-Delhi und Mumbai. Am meisten wird im indisch-nepalesischen Grenzgebiet geschmuggelt. Um die Wilddieberei und den illegalen Handel zu stoppen, müsse man weltweit unverzügliche Maßnahmen treffen, so der WWF. Laut einem Rettungsprogramm müssen die Tigerbestandszahlen bis 2022 auf 7000 erhöht werden. Vor 100 Jahren hatte es in der Welt 100.000 Tiger gegeben.

In Indien ging die Tigerpopulation zwischen 1995 und 2005 um mehr als 50 Prozent zurück: von 3500 auf 1400 Tiere. In vielen Regionen (Transkaukasien, Zentralasien, Insel Bali und Jawa) sind die Tiger gänzlich verschwunden.

Gipfel ohne Thailands Premier

Thailands Premierminister Aphisit Wetchachiwa hat heute seine geplante Reise nach Sankt Petersburg zum internationalen Forum für die Erhaltung der Tiger abgesagt. Wie France-Presse unter Hinweis auf den Regierungsvertreter Panitan Wattanayagorn meldet, steht die Absage nicht im Zusammenhang mit dem Fall Bout. „Der Regierungschef hat den Minister für Naturressourcen und Umwelt, Siwit Khunkitti, gebeten, zu dem Forum zu reisen, da das Parlament dieser Tage über die Verfassungsreform debattieren wird“, zitiert die Agentur Wattanayagorn. (rian./eva.)

Bild: WWF Russland

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  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 18. November 2010
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  • Zuletzt geändert: November 18, 2010 @ 4:30 pm
  • Rubrik: Aktuell, Ticker
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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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