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Illegale VIP-Party auf dem Kreuzer „Aurora“ hat Folgen – das Schiff wird „degradiert“

Von   /  19. November 2009  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Das skandalöse Fest des Oligarchen Michail Prochorow auf dem Revolutions-Kreuzer „Aurora“, das in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni über die Bühne ging, hat Folgen – das kommt unerwartet. Trotz lautstarker Proteste, vor allem von Seiten der Kommunisten, die von einer „Schändung“ des Revolutions-Symbols spachen, rechnete niemand damit, dass sich die Militärstaatsanwaltschaft ernsthaft um die Angelegenheit kümmern würde.

Zur Party auf der Kommandobrücke des Panzerkreuzers waren zahlreiche prominente Gäste von der Gouverneurin Matwijenko bis zur Wirtschaftsministerin Nabiulina eingeladen. Von einer schwimmenden Bühne aus wurde das Publikum unterhalten.

Disziplinarstrafen für Marineoffiziere

Die Art der Konsequenzen ist allerdings typisch: Bis auf eine Reihe unbedeutender Marineoffiziere, die zwar formal die Verantwortung für die Fete tragen, aber kaum die entscheidende Rolle bei deren Genehmigung gespielt haben, wird niemand zur Verantwortung gezogen.

Auch wären die Namen der Offiziere, denen ein Disziplinarverfahren blüht, nicht bekannt geworden, hätte die  Internetzeitung „Fontanka.ru“ nicht monatelang hartnäckig recherchiert.

„Aurora“ wird aus dem Marinebestand gestrichen

„Bestraft“, beziehungsweise degradiert wird auch das Schiff selbst, das aus dem Marineregister gestrichen wird und damit seinen Status als Kriegsschiff Nr. 1 der Russischen Flotte verliert – eben jener Status, der das schwimmende Museum vor solchen Missbräuchen hätte schützen sollen. Die „Aurora“ habe damit ihre Ehre verloren, schreibt Fontanka.ru.

Neben der Flottenadministration und ihrer Geheimniskrämerei kritisiert Fontanka.ru auch das Schweigen der Regierung, bzw. jener prominenten Petersburger, wie Putin oder Medwedew, die aus moralischen Gründen in dieser Angelegenheit ein Machtwort hätten sprechen müssen.

Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold

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  • Veröffentlicht: 9 Jahren vor auf 19. November 2009
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  • Zuletzt geändert: November 19, 2009 @ 8:14 pm
  • Rubrik: Aktuell, Ticker

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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