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IKEA wirft ein schlechtes Licht auf Lenenergo

Von   /  17. Juli 2009  /  Keine Kommentare

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mm. Im Juni hat der IKEA  Gründer Ingvar Kamprad in einem Radiointerview mit dem schwedischen Radio P1 schwere Vorwürfe gegen die Energieversorger für seine beiden St. Petersburger „MEGA“ Malls erhoben. Ende Juni klagte IKEA dann auch schon beim Moskauer Arbitrage Gericht gegen seine Lieferanten.

Die Firma IKEA hat in St. Petersburg 2 „MEGA“ Einkaufszentren mit jeweils 110-140 Tausend m² Verkaufsfläche erbaut und 2006 eröffnet.  Die chronisch kapazitätsschwache Lenenergo konnte damals nicht für eine ausreichende Stromkapazität sorgen, so das beide Komplexe zuerst mit Dieselgeneratoren der Firma DIESEL POWER LTD. und später mit Strom aus Generatoren von ISM versorgt wurde und wird. Offensichtlich hatte es Lenenergo dann nicht mehr eilig die Stromleitungen zu den MEGA Malls zu legen.

Fast vier Jahre nach der Eröffnung kann Lenenergo immer noch keinen Strom in ausreichender Menge liefern und hat den Beginn der Lieferungen für den MEGA Parnas auf September 2009 und Für den MEGA Dybenko auf Anfang 2010 gelegt.  Währenddessen rauchen in den beiden Grössen Einkaufszentren von St. Petersburg breits im 4 Jahr die Dieselmotoren.  Ingvar Kamprad ist ja bekannt dafür, das er seine Lieferanten im Preis gerne optimiert und muss sich mit der Situation extrem unwohl gefühlt haben.

Die Mehrkosten von 1.5 Millarden Schwedischen Kronen will der Schwede jetzt von seinen 3 Lieferanten wieder haben. Und hat Lenergo und die Generatorenfirmen auf rund 135 Millionen Euro Schadensersatz für die überteuerte Energie verklagt. Lenenergo bemühts sich zu betonen das alle Verträge eingehalten wurden. Die Bürger werden auf das Urteil und die Begründung gespannt sein.

Zahlt sich ein Aufbegehren gegen den Strommonopolisten aus ?

So gut ein Aufbegehren gegen den selbstherrlichen Monopolisten Lenenergo schein mag, sollte Lenenergo mit den Dieselgeneratorfirmen gemeinsame Sache gemacht haben,  und ein Urteil gegen den Petersburger Enerieriesen und anhängige „Strommafia“ gefällt werden, stehen den St. Petersburgern wieder weitere Strompreiserhöhungen ins Haus.
Den betroffenen Bürgern bleibt wie immer nur die Wahl zwischen Verhungern oder Ertrinken –  Teurer Möbel oder gar Schliessung der Malls und der Arbeitsplätze oder eben teuerer Strom.

Die Verantwortlichen, egal ob bei IKEA oder LENENERGO werden die Kosten jedenfalls nicht aus eigener Tasche zahlen sondern „gemütlich“ auf alle Kunden umlegen.

Foto: Markus Müller

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