Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Hoffnung auf Ruhe auf dem Friedhof der katholischen Gemeinde

Von   /  7. September 2013  /  1 Kommentar

    Drucken       Email

mm –  Nach 14 Jahren harter Amts- und Überzeugungsarbeit besteht Hoffnung, das langsam wieder ungestörte Ruhe auf dem Friedhof der katholischen Kirchgemeinde „Maria-Heimsuchung“ einkehrt. Am Donnerstag wurden mit knapp 10.000 m², ein kleiner Teil des ursprünglichen Friedhofs für mit den ortsüblichen üblichen Betonmauern  eingezäunt. Das Gelände gehört zwar der Stadt, ist aber auf unbestimmte Zeit zur Nutzung der Gemeinde überschrieben worden.

Der 25.000 Euro teure Betonzaun reisst ein großes Loch in die knappe Kasse der Gemeinde. Er wurde jedoch notwendig um zu Verhindern das der Teilweise überbaute Friedhof als Müllhalde genutzt wird. Im Sommer haben Kriminelle über 100 Tonnen Bauschutt auf dem Gelände abgeladen bevor sie entdeckt wurden.

Auf dem historischen Friedhof kann jetzt jedoch noch nicht entgültig Ruhe einkehren. Die Arbeit fängt damit erst an. Auf dem Gelände sind 4 Gebäude abzureißen und neben dem illegalen Bauschutt müssen Diese und andere Reste der vorherigen gewerblichen Nutzung entsorgt werden.  Eine der beiden Eingangskapellen kann renoviert werden, aber die andere gehört einem Geschäftsmann, dessen gewerbliche Nutzungsrechte auf dem Friedhof noch nicht von der Stadt und die Gemeinde zurückgegeben wurde. Die Gemeinde könnte die gewerblichen Gebäude und die fehlende Kapelle erwerben. Um die Gebäude abzureißen und den Friedhof darunter  wiederherzustellen ist der Preis noch zu hoch. Es gibt noch drängendere Arbeiten.

Die Kirche muss dringend abgedichtet werden 

 Um die Kirche herum muss das Fundament und die Mauern gegen das Wasser abgedichtet werden. Das am Nordende der Kirche angrenzende Grundstück wird von  Alkoholverkaufskette „Aromatni Mir“ besetzt aber nicht genutzt. Der dünne lange Streifen des ehem. Friedhofs ist mit großen Garagen bebaut die ebenfalls abgerissen werden müssten um den Friedhof wieder zum Vorschein zu bringen. Für die Dränage und Trockenlegungsarbeiten reicht der Platz jedoch knapp aus.

Die Kirche ist die Grablege für die Familien Benoit, Frolow und Ustinov

Die von Nikolas Benoit erbaute Kirche steht im Untergeschoss  oft unter Wasser.  Das ist neben den abgeschnittenen Versorgungsleitungen auch für die dort untergebrachten Gräber ein unwürdiger Zustand. Neben dem Architekten Nikolaus Benot sind auch ein Bischof und viele Mitglieder der berühmten Künstlerfamilien Benoit, Frolow und Ustinov* dort bestattet.

Da demnächst eine Familientreffen in St. Petersburg stattfindet, möchte Pfarrer Stark die Mitglieder der weiterzweigten Familie zu einem Gottesdienst einladen und um deren Unterstützung für die Renovierungsarbeiten werben.

Historisches Benoitgebäude als Gemeinde und Wohnhaus geplant

Von einem weiteren der ursprünglichen Benoit Gebäude sind nur noch die Fundamente übrig. Das Gebäude wurde ebenfalls im Neugotischen Stil vom berühmten Architekten entworfen und gebaut. Pfarrer Stark würde es gerne auf den bestehenden Fundamenten wieder errichten und als Gemeinde- und Wohnhaus wiedererstehen lassen.  Von dem 28 m langen Bau ragt ein Ende jedoch in den noch nicht zurückgegebenen Teil des Friedhofs hinein. Dort stehen ebenfalls Garagen auf den Gräbern.

Bis endgültig Ruhe und Frieden auf dem seit den 1850 er Jahren genutzten Friedhof einkehren wird noch viel für Gemeinde und Kirche zu Tun sein.

bauzaun-Kirche01

bauzaun-Kirche02

 

 

Text: Markus Müller
Photo: Pfarrer Richard Stark

zur Webseite und Stiftung zum Wiederaufbau der Gemeinde, des Friedhofs und der Kirche: www.visitmaria.ru

http://www.spzeitung.ru/spz/kirche/

*Die Mutter des berühmten Schauspieler Peter Ustinov ist eine geborene Benoit, Tochter von Leontie und Enkeling von Nikolaus Benoit.

 

 

 

 

    Drucken       Email

1 Kommentar

  1. Hallo Freunde, bester Markus!

    Danke für den Artikel. Schön wäre ein Hinweis auf die Webseite der Pfarrei Mariä-Heimsuchung. Auch die Nachfahren von Nicolas Benois (1813 -1898) sollen erfahren, dass sich endlich etwas bewegt bei der Wiederherstellung des Baudenkmals. Der Ururenkel Igor Ustinov stellt zur Zeit seine Werke in der Commerzbank in Frankfurt aus (siehe FAZ vom 06.09.13). Die Leitung der Peterhofer Museen plant eine Veranstaltung am 25.09.2013 in Peterhof, wozu vor allem Familienangehörige eingeladen sind. Ein weiterer Nachfahre der Familie Benois, Prof. Dr. Wladimir Frolow lädt im November zu einer internationalen Konferenz über das Thema ein: Die Welt der Künste in der 2. Hälfte des XIX Jhd. in Russland und die Familie Benois. Richard Stark

    Конференция будет проведена 13 ноября 2013 года
    В Российском институте истории искусств
    Исаакиевская площадь, 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Die schönsten schweizer Bücher in einer Ausstellung in St. Petersburg

mehr…