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Hier tickt die Wirtschaft: Meldungen aus dem St. Petersburger Wirtschaftsleben

Von   /  9. Mai 2009  /  Keine Kommentare

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von Markus Müller

Die Schlagzeilen der Grossen Player in der Stadt sind nicht gut, aber die Bürger bereiten sich beschwingt auf den heutigen Feiertag zum Tag des Sieges „9. Mai“ vor. Das Wetter und die Stimmung ist weit besser als es die Schlagzeilen erwarten lassen. In fast allen Meldungen greift der Staat regulativ in die Wirtschaft ein. Ob mit positivem Effekt wird sich zeigen, denn es gilt immer noch die Kritik der Realpolitiker an den Idealisten – Das Gegenteil von „Gut“ ist „Gut gemeint“ ….

Preisabsprachen ? Novotel bestraft, andere Hotels noch in der Untersuchung

Im Vorfeld des Sankt-Petersburger Wirtschaftsforums hat die Antimonopol-Behörde (ФАС) das die Firma Westbridge Hotels (LTD) welches das NOVOTEL in St. Petersburg betreibt, eine Strafe von 14,5 Millionen Rubel (330 000 €) zugestellt. Die Behörde hält es für erwiesen, dass während des letztjährigen Forums die Übernachtungspreise kollektiv mit anderen Hotels erhöht wurden.

Doch Westbridge Hotels waren nicht die einzigen im Club. Wie der Chef der УФАС Oleg Kolomitschenko bestätigte haben nur, das Angleterre, das Astoria und das Hotel Ambassador die Preise unverändert gelassen. Die übrigen Hotels erwartet voraussichtlich eine Strafe von 1-15% des Jahreserlös.
Das Grand-Hotel Europa vermeldet, das Preiserhöhungen zu den üblichen Marktbedingung im Spiel von Angebot und Nachfrage zählen. Der Chef vom Hotel „OKTOBER“ / Октябрьская Wladimir Iwanow bestreitet das es Absprachen unter den Hotels gab. Die Moskauer Abteilung der Antimonopolbehörde befasst sich im Umfeld der Eurovision Song Contest in Moskau mit ähnlichen Vorwürfen gegen Hotelbetreiber in der Hauptstadt.

COCA COLA stösst die Krise sauer auf
Die Coca-Cola Hellenic-Botteling Abfüllbetriebe haben ein Minus von 15% im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr verbucht. Die Firma macht die sinkende Kaufkraft der Kunden dafür verantwortlich. Die Experten prognostizieren eine Abnahme des Marktes für Sprudelgetränke insgesamt um 15% für das ganze Jahr.

Viel Geld vom Staat zur Runderneuerung von „LENFILM“
Benötigte Investitionen zur Erneuerung der traditionsreichen Lenfilm Studios sollen im Rahmen einer Public-Private Partnerschaft [государственно-частного партнерства (ГЧП)] stattfinden und bis zu 300 Millionen Dollar betragen.
Das Kulturministerium der Föderation hat ein Konzept vorgelegt in dem Landesweit 15 Studios, darunter auch Lenfilm, Mosfilm, die Gorki Studios, Swerdlower Studios und das Nationale Zentrum für Film (ЦНФ).

Das Konzept sieht vor das im Falle der Staatlichen Beteiligung mindestens 25% plus eine Aktie an den Staat gehen. Als Privater Partner ist die Firma RWS „Всемирные русские студии“ ein Teil der „SYSTEMA“ Holding von Wladimir Petrowitsch Jewtuschenkow.

OOO Schützt nicht mehr in jedem Fall die Eigentümer
Die Anteilseigner einer russischen GmbH „OOO“ sind ab dem Inkrafttreten eines diese Woche verabschiedeten Insolvenz-Gesetzes nicht mehr gänzlich immun gegen Forderungen an die GmbH. Wenn dem Eigentümer geschäftsschädigendes Verhalten oder Ziele nachgewiesen werden können kann es auch an sein Geld gehen. Das Ziel des neuen Gesetzes ist einen Konkurs nicht als das „Ende des Unternehmens“ zu betrachten, sondern alle Aktiva des Unternehmens und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Eigentumssicherung und Stärkung der Rechte von Minderheits -Aktionären, welche normalerweise in Russland nichts zu melden haben, stehen auch auf der Wunschliste. Die Allmächtigen Top Manager können bei gravierendem Fehlverhalten in Zukunft auch persönlich haftbar gemacht werden.

West-Mitte-Diameter – Die Baufirmen des 4 Abschnitts liegen im Clinch mit einander

Die Nord-Süd-Verbindung zwischen der Ringautobahn „West-Mitte Diameter“ genannt bereitet den Beteiligten schon lange Ärger. Die Straße, die nördlich vom Flughafen am Hafenvorbei am Westrand der Wasiliinsel eine Nord-Süd Verbindung in der Mitte des Autobahnrings bringen soll, ist aufgrund der Krise bei den beteiligten Baufirmen immer wieder Stadt Thema.

Um den Zuschlag bei der Ausschreibung für den 4. Bauabschnitt streiten sich inzwischen 4 Firmen.
Die BASEL von Oleg Deripaska, die IFSK „АРКС“, „Transstroi“ und „Moststroirjad №19“.

Verteigerung der „Perennie Reihen“

Die MDM Bank in St. Petersburg hat zur Ausgleich der Schulden die Versteigerung des Univermag „Perennie Reihen“ / „Перинные ряды“ im Zentrum von St. Petersburg beantragt. Die Einkaufzeile steht in der Dumskaja Strasse zwischen Gostini Dvor und Duma zieht sich vom Nevski bis zur Lomonosovskaya.

Das Objekt stammt aus dem Firmenfundus des Konstani Mirelli ( vormals Miraschweli), welcher sich nach Israel abgesetzt hat. Mirelli war bis vor kurzem auch mit 13.5% Anteilseigner am Gostini Dvor.

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