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Heftiger Wintereinbruch sorgt für Rekordstaus auf Petersburgs Strassen

Von   /  30. November 2012  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Die starken Schneefälle der letzten Tage haben auf den Strassen für Staus mit Rekordlänge gesorgt. Der populärste Stau-Index auf der Internetseite des russischen Internet-Providers Yandex.ru zeigte morgens mehrmals die Stufe 9 oder zehn an. Der längste Stau entstand gestern abend auf der Kamtschatskaja- und Bucharestkaja-Strasse.


Die Räumdienste der Stadt, die bereits seit Wochen in Bereitschaft stehen sind im Einsatz, können aber offenbar nicht überall Abhilfe schaffen oder bilden selbst Hindernisse im Morgen- oder Abendverkehr. Ausserdem wird der Verkehr nicht allein durch den Schnee, sondern vielmehr durch den starken und kalten Wind und die Verwehungen behindert. Zur Glätte auf den Strassen kommt die schlechte Sicht, und dadurch erhöht sich die Zahl von Unfällen entsprechend stark. Auch dort, wo die Strassen frei sind, beträgt die  Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 30 Stundenkilometer.

Das Komitee für Strassenunterhalt meldet, dass in den vergangenen zwei Tagen rund 7300 Kubikmeter Schnee geräumt worden sind. 1723 SchneeräumerInnen mit mehr als 2000 Fahrzeugen waren am Werk. Je nach Stadtviertel hatten die Strassendienste die Situation mehr oder weniger im Griff. Auf Foren für Autofahrer gab es dennoch Beschwerden. Zum Beispiel wurde kritisiert, dass der private, das heisst kostenpflichtige Autobahnzubringer ZSD bei Pulkovo nicht vom Schnee befreit wurde.

Die Meteorologen sagen noch weitere Schneefälle und eine Zunahme der Windstärke bei gleichzeitigem Sinken der Temperaturen voraus. Im Dezember soll es bereits Frost bis – 14 Grad Celsius geben – das ist überdurchschnittlich kalt. Dafür, so schreibt Newa.ru, sollen der übrige Winter sich im normalen Rahmen bewegen. Im Januar soll es im Durchschnitt minus zehn Grad und Februar minus acht Grad kalt sein.

Schwierigkeiten bereitet der Wintereinbruch nicht nur dem Verkehr – die starken Windböen mit einer Stärke von bis zu 20 Metern pro Sekunde haben für Stromausfälle bei mehr als 6000 Haushalten in 68 Siedlungen und Dörfern im Leningrader Gebiet gesorgt, meldet der Katastrophenschutz. In St. Petersburg fiel aus verschiedenen Gründen in 50 bis 60 Häusern die Heizung aus.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.neva24.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Tja – wer rechnet den auch schon damit?

    Das es in St. Petersburg auch mal richtig schneit kommt ja praktisch nie vor. So selten, dass die Stadtberwaltung im Gegensatz zu Moskau die Bezirksräumdienste privatisiert hat. Die dachten sich auch was sollen wir mit dem teuren Gerät und haben erstmals die genialen sowjetischen Räumgeräte verkauft ( ! Nach Moskau! ). Das ist gerechtfertig! Kommt ja auch fast nie vor das es hier kalt wird und nochdazu schneit.

    P.S. im Yandex war heute auf der Staukarte zum erstenal seit ich das System kenne Staustufe 10 eingetragen (Untertitel „zu fuss sind sie schneller“ )

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