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Hausdurchsuchungen bei Petersburger Metro-Leitung

Von   /  19. Februar 2015  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die föderale Ermittlungsbehörde (SRK) und der Geheimdienst (FSB) haben am 18. Februar Hausdurchsuchungen in der Verwaltung der Petersburger Metro-Betriebe sowie in der Wohnung von deren Direktor Wladimir Garjugin durchgeführt. Ermittelt wird offiziell wegen Baukosten in der Höhe von 9,2 Milliarden Rubel, welche Investoren beim Bau neuer Metrostationen nicht wie vereinbart an die Stadt bezahlt haben.

Insbesondere beim Bau der Metrostation „Admiralteiskaja“ soll der Petersburger Rechnungshof von den am Bau beteiligten Investoren um die happige Summe von rund 466 Millionen Rubel betrogen worden sein. Schuld daran ist nach Angaben der Ermittler der Metro-Direktor Wladimir Garjugin. Die Leitung der Metro hingegen beziffert die Kosten für den Bau der oberirdischen Metrostation hingegen mit 271 Millionen Rubel und behauptet dieser Betrag sei vom Investor „Petromir“ bereits bezahlt worden.

Ermittelt wird auch in den Fällen der Stationen „Obwodni Kanal“, „Swenigorodskaja“, „Bucharestskaja“ und „Meschdunarodnaja“, bei denen unter anderem die Baufirma „Adamant“ beteiligt war. Seit 2004 wurden neue Metrostationen mit Hilfe privater Investoren finanziert. Diese wurden verpflichtet, den Bau der oberirdischen Stationen zu finanzieren und erhielten im Gegenzug das Recht darin Einkaufszentren einzurichten.

Rekord-Bauzeit für „Admiralteiskaja“

Allerdings wurden die Beiträge für dieses Privileg jedes Mal reichlich bescheiden mit einstelligen Millionensummen berechnet. So bezahlte die Firma „Adamant“ beispielsweise für das Recht, über der Metrostation „Obwodny Kanal“ das Businesszentrum „Ligow“ zu bauen, ganze fünf Millionen Rubel in die Stadtkasse.

Der Bau der Metrostation „Admiralteiskaja“ stellte sich als besonders schwierig heraus und brach bezüglich Bauzeit (1997-2011) alle Rekorde. Obwohl die unterirdische Station längst fertiggestellt war, konnte der Ausgang wegen bürokratischer Probleme nicht fertiggestellt werden. Das Gebäude an dieser Stelle sollte ursprünglich erhalten werden, wurde jedoch letztlich abgerissen.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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