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Hausdurchsuchung und Verhaftungen am Tag der Nationalen Einheit in Petersburg

Von   /  5. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der “Tag der Nationalen Einheit” verlief in St. Petersburg verhältnismässig ruhig. Im Tschernischwski-Park veranstalteten die Nationalisten, darunter die Bewegung DNPI (Bewegung gegen illegale Migration) eine Kundgebung ab. Die meist vermummten Teilnehmer marschierten mit Flaggen und Transparenten durch den Park.


Laut Fontanka.ru nahm die Polizei am Rand der Demonstration sechs bis sieben Personen fest, allerdings steht nicht fest, um wen es sich handelt. Nur die Identität eines Mannes, einem Fernsehjournalisten, der laut Polizei illegal den Rasen betreten habe, wurde bisher bestätigt. Die übrigen – so wird angenommen – sind Antifaschisten, die gegen den Aufmarsch der rechten Gruppierungen protestieren wollten, jedoch abgefangen wurden.

Zwar hatte die antifaschistische Bewegung eine Gegenveranstaltung geplant, doch obschon diese genehmigt worden war, wurde sie durch eine Polizeiaktion am Vorabend behindert. Während eines Vorbereitungstreffens im Südwesten der Stadt brach die Polizei die Tür der Wohnung auf und veranstaltete eine Hausdurchsuchung.

Wasser-Attentat auf Boris Nemzow

Laut dem Pressedienst der oppositionellen Jabloko-Partei nahmen die Beamten der Abteilung gegen Extremismus dabei den Antifaschisten Ruslan Sultanow fest. Die Polizei meldete, bei der Durchsuchung seien Symbole und Literatur der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei gefunden worden.

Am Tag der Nationalen wurde der Oppositionspolitiker Boris Nemzow an der Präsentation seines Buchs “Luschkow. Die Ergebnisse” in Petersburg attackiert. Ein Mann aus dem Publikum begoss ihn mit Wasser – mit den Worten “Warum habt ihr Geld von Amerika genommen”. Der Attentäter, der sich als Mitglied der nationalistischen “Jungen Garde” entpuppte, wurde vom Wachdienst vor die Tür gesetzt.

Wie in Moskau war es auch in Petersburg in den vergangenen Jahren immer wieder zu harten Zusammenstössen zwischen den rechtsgerichteten Teilnehmern des „Russischen Marsches“ und antifaschistischen Gruppen gekommen. (eva)

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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