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Hausdurchsuchung im Kriegsmarinemuseum wegen millionenschwerem Betrugsverdacht

Von   /  12. April 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Geheimdienst, Militärstaatsanwaltschaft haben am 11. April eine Hausdurchsuchung in der Verwaltung des Kriegsmarinemuseums in den Krukow-Kasernen unternommen. Durchsucht wurde auch die Wohnung des Museumsdirektors Andrei Lialin. Es wird vermutet, das hunderte Millionen Rubel, die für den Umzug des Museums vom Börsengebäude in die Kasernen vorgesehen waren, unterschlagen wurden.


Nachdem die Gebäude 2010 offiziell eröffnet worden waren, hatte der Umzug begonnen und hätte Ende 2011 abgeschlossen werden sollen. Doch bis heute wurde der Eröffnungstermin für das Publikum immer wieder verschoben – das letzte Mal auf die Siegesfeier am kommenden 9.Mai.

Wie Fontanka.ru schreibt, waren für den Wechsel an das neue Domizil fast eine Milliarde Rubel bereitgestellt. Davon sollen rund 80 Prozent unter Missachtung der Vorschriften ausgegeben worden sein. Die Arbeiten sollten von der Firma „Nevis-Komplex“ ausgeführt werden. Der Fall wurde verdächtig, weil eine Reihe der an den Arbeiten beteiligten Firmen Schuldenforderungen über rund sieben Millionen Rubel bei „Nevis Komplex einbrachten.

Exponate beim Umzug beschädigt

Abgesehen davon, dass der Umzug noch nicht abgeschlossen ist, wurden die Zügelarbeiten unsachgemäss durchgeführt. Dabei sollen unter anderem ein Schiffsmodell aus Gips sowie wie ein Flugzeugmodell aus dem Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden sein.

Das Kriegsmarinemuseum gehort zu den ältesten Museen Russlands. Sein Umzug war 2006 beschlossen worden, weil man die Petersburger Rohstoffbörse im historischen Börsengebäude auf der Strelka unterbringen wollte – was nicht geschah. Mittlerweile wird damit gerechnet, dass in die alte Börse ein weiteres föderales Gericht aus Moskau einziehen wird.

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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