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Handschlag für Hubschrauberträger: Medwedew und Sarkozy besiegeln Mistral-Deal

Von   /  31. Mai 2011  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Die Präsidenten von Russland und Frankreich, Dmitri Medwedew und Nicolas Sarkozy, wollen bis am 21. Juni den Kaufvertrag über vier französische Hubschrauberträger der Mistral-Klasse für Russland unterzeichnen.

„Zwei Hubschrauberträger sollen in Frankreich und zwei weitere in Russland gebaut werden“, sagte der französische Präsident am Donnerstag in Deauville nach Verhandlungen mit seinem russischen Amtskollegen. „Alle Fragen sind geregelt“, ergänzte Sarkozy.

Medwedew äußerte dazu: „Wir haben soeben unsere Positionen in Bezug auf den Kauf von zwei Mistral-Schiffen und den anschließenden Bau von zwei weiteren Schiffen dieser Klasse aufeinander abgestimmt.“ Laut dem russischen Präsidenten ist gegenseitiges Einvernehmen erzielt worden und der Vertrag solle demnächst unterzeichnet werden. „Die Verhandlungen sind abgeschlossen. Dies soll unseren Beziehungen förderlich sein“, so Medwedew.

Die Verhandlungen, die seit dem Abschluss eines Regierungsabkommens über den Kauf von Mistral-Schiffen am 25. Januar gedauert hatten, gestalteten sich schwierig. Das Abkommen enthält weder Termine noch den Wert des zukünftigen Geschäftes. Diese Details sollen in einem gesonderten Abkommen fixiert werden, das das russische Waffenexportunternehmen Rosoboronexport und die französische Marine-Werft DCNS schließen wollen. Der Wert des Vertrages wird auf mindestens 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Die russische Seite hatte auf dem Kauf der Mistral-Schiffe mit sämtlichen Systemen und Technologien bestanden und zur Bedingung gemacht, dass die französische Seite Informations- und Steuerungssysteme Senit 9 samt Baulizenz übergibt. Wie RIA Novosti inoffiziell aus der russischen Rüstungsbranche erfuhr, „widersetzen sich die französischen Militärs der Übernahme des Senit-9-Systems durch Russland in jeder Weise, obwohl seine lizenzlose Übergabe zunächst erwogen worden war“.

Der Hubschrauberträger der Mistral-Klasse mit einer Wasserverdrängung von 21 000 Tonnen ist 210 Meter lang, kann eine Geschwindigkeit von mehr als 18 Knoten entwickeln und hat einen Fahrbereich von bis zu 20 000 Seemeilen. Das Schiff kann 160 Mannschaftsmitglieder und zusätzlich 450 Personen sowie 13 Kampfpanzer oder 70 Kraftfahrzeuge an Bord nehmen. In einem solchen Schiff können 16 Hubschrauber, sechs davon auf dem Flugdeck, Platz finden. (rian)

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Nach einen taktischen Unterbrecher ? um den Preis zu drücken ? und oder die Heimische Industrielobby zu beruhigen ?
    Nun also doch der Einkauf.
    Hat der franz. Präsident doch mit der „Tonnere“ (Mistralklasse) gleich ein Schiffchen in Lybienkrieg gesendet damit die Waffenschau nicht so langweilig wird.

    Die entgültige Unterschrift kommt dann sicher auch gleich, z.B. wenn die ersten Tiger Hubschrauber Diktator Gaddafi erlegen und / oder ein paar collateralgeschädigte Zivilisten die Schlagkraft des Waffensystems mit Ihrem unfreiwilligen Ableben dokumentiert haben.

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