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Hafenterminal „Bronka“ bei St. Petersburg in Betrieb genommen

Von   /  28. Dezember 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Der neue Hafenterminal „Bronka“ in der finnischen Bucht wurde am 14. Dezember offiziell eröffnet. Er bietet interessante technische Parameter, und die Betreiber rechnen in Zukunft optimistisch mit 20 Prozent Anteil des Warentransfers in der Region.


Die Arbeit im Terminal, der sich unmittelbar am Anfang des Kronstädter Damms bei Lomonossow befindet, ist bereits angelaufen, wenn auch bescheiden. Seit dem Sommer wurden ganze zehn Schiffe abgefertigt. Das Tempo soll langsam wachsen, denn laut dem Direktor der Betreiberfirma „Phoenix“ Alexei Schuklezow ist das gesamte Jahr 2016 für die Einarbeitung des Personals und die Erprobung der technischen Einrichtungen eingeplant. Schwarze Zahlen soll „Bronka“ bereits in zwei Jahren schreiben.

Grosses Plus: tiefer Einfahrkanal

Trotz der negativen wirtschaftlichen Aussichten prognostizieren die Betreiber die Abfertigung von 150-200.000 Standardcontainer (TEU). Möglich sind im Prinzip bis zu 1,5 Millionen TEUs pro Jahr, was etwa 80 Prozent des Container-Umschlags von St. Petersburg und Ust-Luga entspricht. Doch bei „Phoenix“ rechnet man in Zukunft mit rund 20 Prozent Marktanteil.

Zumindest technisch gesehen ist der Optimismus durchaus berechtigt, denn der Hafen hat folgende Vorteile: Einfahrtkanal von 14,4 Metern Tiefe – Helsinki verfügt beispielsweise nur über 12,5 Meter. Damit können Containerschiffe mit bis zu 8000 Containern anlegen. in Finnland nur solche mit 6000. Ausserdem hat der Hafen einen Umkehr-Kanal und ist verkehrstechnisch günstig und zeitsparend gelegen für Fuhren nach Moskau und ins übrige Russland.

Besuch aus Helsinki

Eine Delegation aus Helsinki hat den neuen Hafen schon zwei Mal besucht und zeigte sich beeindruckt. Man sieht ihn jedoch nicht als Konkurrenten, denn für Transporte nach Russland spielt Helsinki keine grosse Rolle. Helsinki fertigt pro Jahr rund 9,5 Millionen Tonnen ab, der grosse Hafen St. Petersburg im selben Zeitraum rund 43 Millionen Tonnen.

Trotz allem ist das Verhältnis im Seeverkehr zwischen Finnland und Russland nicht ohne Spannungen. Am 11. Dezember weigerten sich finnische Dokarbeiter in Uusikaupunki, nordwestlich von Turku, das russische Schiff „Malachit zu entladen. Die Docker protestierten damit gegen die Dumpinglöhne der Betreiberfirma SEP, die die Minimallohnforderungen der Gewerkschaften nicht einhält.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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