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Grosses illegales Hüttenlager mit Fremdarbeitern ausgehoben

Von   /  6. August 2008  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Petersburger Einwanderungsbehörde hat ein grossflächiges Wohnlager in der Nähe des Vororts Vsevoloschk ausgehoben, berichtet Fontanka.ru. In der Hüttenstadt hausten Dutzende von Arbeitern aus der Ukraine, Moldawien, Usbekistan und China, die das nahe gelegene elitäre Datschenviertel „Klein-Petersburg“ der Baufirma „OOO SitiStroiServis“ bauten. Die meisten Bewohner hatten weder Aufenthaltsbewilligung noch Arbeitserlaubnis, und während der Polizeiaktion floh ein Teil in den Wald.

Andere freuten sich offenkundig über die „Befreiung“ aus ihren Holzhütten, in denen sie unter den primitivsten Umständen, ohne Heizung und mit nur zwei Stunden Strom täglich lebten. Nach ihren Aussagen wurde die Siedlung streng bewacht von einer privaten Wachfirma, die eine Flucht praktisch unmöglich machte. Auch die Einwanderungsbehörde war bei ihrer Überprüfung schon Kilometer vor dem Lager auf einen ersten Bewachungsring gestossen.

Die 85 Hektaren grosse Datschensidlung, an der diese „Sklavenarbeiter“ arbeiteten, ist eine Nachbildung Petersburgs im Kleinformat, zu dem ein „Sommergarten“ und ein Jelisejew-Kaufhaus sowie Wohnviertel im klassizistischen Baustil gehören. Im Gegensatz zu der versteckten Arbeitersiedlung war „Klein-Petersburg“ ein bekanntes und mehrfach ausgezeichnetes Bauprojekt.

Zum Artikel mit Fotogalerie bei Fontanka.ru >>>

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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