Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Grosses Forum, kleine Wirtschaft – Sankt Petersburg liegt im russischen Geschäftsklima-Index hinten.

Von   /  17. Juni 2011  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

Aus dem Süden

mm – Im Rahmen des  „St-Petersburg Economic Forum“ wurde der Geschäftsklimaindex der „Vereinigung Kleiner und Mittelständischen Unternehmen (KMU)  OPORA (Support Russia)“ vorgestellt.  Wichtigste Erkenntnis: für Kleine und mittlere Unternehmen haben sich die zuvor schon ungenügenden Geschäftsbedingungen weiter verschlechtert. Der Index vergleicht dabei in über 40 Regionen die Voraussetzungen.  Am Einfachsten haben es die Unternehmer im Umland von Moskau, Krasnodarer Gebiet, Tscheljabinsk, Stawropol und Samara.  Unter den 11 Millionenstädten des Landes hat Tscheljabinsk, Jekaterinenburg und Samara das beste KMU Klima.

Viel heisse Luft aus den beiden Hauptstädten

Sankt Petersburg auf  dem 25 Platz und die Stadt Moskau auf Platz 17 liegen in der Mitte der Liste.

Durch die geballte Konzentration von Wirtschaftsbetrieben, Infrastruktur und Dienstleistungen sind hier sehr viele KMU angesiedelt.  Aber selbst diese Plätz im Rang  haben die beiden Hauptsstädte  nur Dank der  „sehr wichtigen“ Nähe zu Kunde, Lieferanten und Ingenieurshochschulen, bekommen. Bei genauerer Analyse wird deutlich, dass von der vielgepriesenen KMU Föderung der beiden grossen Wirtschaftszentren „gefühlte Null Prozent“ beim  Unternehmer ankommen. Das Schlusslicht setzen die Regionen Chabarowsk und Irkutsk.

Die hauptsächlichen Dämpfer für das Geschäftsklima sind: hohe Energiekosten;  mangelnde Elektroversorgungskapazität;  kein Fachpersonal und Ingenieure; und  die  schlechten Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen.  Zweidrittel der interviewten Geschäftsführer bewerten Ihren Standort im Prinzip als gut, jeder Zweite hatte  jedoch massive bis existenzielle Probleme während der Gründungsphase.

Die Hälfte aller Teilnehmer wünschen sich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung durch der lokalen Verwaltungen bei den Belangen der KMU. Weniger als 10% sind in den Genuss irgend welcher regionaler Föderungen gekommen.  Die Inanspruchnahme der gelobten Business-Inkubator Zentren tendiert gegen null. Im Breich der Korruption zeigt sich das 20% der Befragten Zahlungen and Verwaltungen zugeben.  Eine erfasste Dunkelziffer wurde nicht genannt, die Korruption wird auch von den übrigen Teilnehmern als Problem genannt.

Sergey Borisov  von OPORA „Das wichtigste Ziel der Umfrage ist die Bestandsaufnahme der Bedingungen für die KMU in den russländischen Regionen. Es existiert eine offensichtliches Ungleichgewicht im Bedarf  der Unternehmen nach guten Geschäftsbedingungen und dem was die Regionen Heute anbieten können. Das Ungeleichgewicht zeigt auch deutlich, dass in den Regionen des Landes mit besserem ‚Klima‘ auch mehr Wirtschaftsaktivität sichtbar ist“.

„Wir hoffen das die wichtigste Erkenntnise aus dem Report Anregung für Programme in den Regionen und Städten geben können welche die Problemzonen bei der Ansiedlung von KMUs mit den individuellen Mitteln der Regionen unterstützen. Unglücklicherweise ist eine der Erkenntnisse des Berichts, dass die bestehenden Programme die Zielgruppe nicht oder schlecht erreichen“ kommentiert der  Alexey Prazdnichnyh von  der Beratungsges. „strategey.ru“ welche die Umfrage für den Verband erstellt hat.

Sankt Petersburg hinkt hinterher

Gemäs der Umfrage befindet sich Sankt Petersburg in einer Problemzone. Umgeben von Regionen mit sehr schlechten Bedingungen für KMUs. Bei den Finanzierungsbedingung ist die Stadt unter den letzten 10 Regionen. 42% der Hier berfragten Unternehmer bemängelte Probleme ist der Zugang zu staatlichen Aufträgen und beim Kauf von Grund und Boden.  In der Stadtbekennen sich 24%  mit Schmiergeld Rückschläg im Geschäftsprzess wieder in Gang zu bringen.  In der Korruptionsrangliste belegt Sankt Petersburg den 9. Rang der 11 Millionenstädte Russlands. Beruhigend für die Stadtverwaltung ist einzig die Tatsache, das der umgebende Lenigrader Oblast auf Platz 33 des Ranking noch schlechter dasteht.Die Komentare aus dem Smolny sind entsprechend ungehalten. „Der Rang im Listing ist der Stadt nicht angemessen“ – „Unsere KMU Föderung ist beispielhaft für den Rest des Landes“ tönt die Leiterin des Sozialrats der Stadt.

Der Vorsitzende der Wirtschaftsförderung für Kleine und mittlere Betriebe und der Handelskammer im Leningrader Gebiet, Wladimir Gurjew findet den Report einfach nur schlecht gemacht. Der jährliche Report hat trotz vieler Programmer und Aktivitäten seit der ersten Auflage in 2002 keine Veränderung aufgezeigt, was er auf Mängel bei der Datenerhebung zurückführt.

Die Macher lässt das kalt. „Das vom Präsidenten Medwedew ausgegebene Ziel bis 2020 60% der Einnahmen und Beschäftigen in KMU Betrieben zu erhalten rückt bei weitere Regunslsosigkeit in der Wirtschaftsföderung für die meisten Regionen daher in weite Ferne“

Text und Foto: Markus Müller

 

 

    Drucken       Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

MAKSA – expressive Kunstbrückenbauerin zwischen Hamburg und Petersburg

mehr…