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Grosse Rüstungspläne der russischen Flotte – Raketen, U-Boote, Flugzeugträger

Von   /  28. Juli 2008  /  3 Kommentare

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rian.- Trotz des fehlgeschlagenen Tests will die russische Marine laut ihrem Befehlshaber Wladimir Wyssozki die neuste seegestützte Interkontinental-Rakete Bulawa bereits in diesem Jahr in Dienst stellen. Obwohl es noch einige Probleme bei der Bulawa-Rakete gebe, würden sie bereits in diesem Jahr beseitigt, versicherte Wyssozki am Sonntag in Sankt Petersburg während einer Seeparade anlässlich des Feiertags der russischen Marine. Denn bei der Bulawa-Rakete handle es sich um eine einzigartige Entwicklung, betonte der Admiral. Die Bulawa-Rakete ist für die Bewaffnung der neuen Atom-U-Boote der Borej-Klasse (Projekt 955) bestimmt. Das erste U-Boot dieser Klasse, die Juri Dolgoruki, ist bereits vom Stapel gelaufen. Jede Bulawa-Rakete ist mit mehreren individuell lenkbaren Atomsprengköpfen mit einer Reichweite von bis zu 8 000 Kilometer ausgestattet. Der jüngste Test der Rakete war 2007 missglückt.

Neue Flugzeugträger für Russlands Nord- und Pazifikflotte

Die russische Marine plant, ab 2012 fünf bis sechs neue Flugzeugträgerkampfgruppen zu bauen und diese in den Dienst der Nord-(Barentssee) sowie der Pazifikflotte zu stellen, erklärte Wyssozki. Nach seinen Worten werden die Trägerkampfgruppen eng mit den Weltraumtruppen sowie Luftwaffe und Luftabwehr zusammenarbeiten. Mit dem Bau der neuen Flugzeugträger solle 2012 begonnen werden. Bei Flugzeugträgerkampfgruppen handelt es sich um einen Marineverband, der aus einem Flugzeugträger und mehreren Begleitschiffen besteht. Derzeit steht der russischen Marine nur ein einziger Flugzeugträger zur Verfügung. Die 1985 gebaute „Admiral Kusnezow“ steht im Dienst der Nordflotte und trägt mehr als 50 Kampfjets Su-33 und Hubschrauber K-27, K-28, K-29 und K-32. Die Mannschaft des Flugzeugträgers, der mit Schiffsabwehr-Raketen „Granit“ und Luftabwehr-Raketen „Kortik“ und „Klinok“ ausgerüstet ist, beträgt 1500 Menschen, von denen 650 Piloten oder Flugzeugtechniker sind.

Flugzeugträger mit Atomantrieb

Der Ex-Chef der russischen Nordflotte Wjatscheslaw Popow hat den neuen Begriff „Flugzeugträger-Systeme“ präzisiert und insbesondere die Rolle atomgetriebener Flugzeugträger betont. Den neuen Begriff hatte Marinechef Wladimir Wyssozki am Sonntag in Umlauf gebracht. Wyssozki sprach von neuen Kampfverbänden, aus einem Flugzeugträger und mehreren Begleitschiffen bestehend: „Das haben wir seegestütztes Flugzeugträger-System genannt… Mit dem Aufbau solcher Systeme wird nach 2012 begonnen“. Gegenüber RIA Novosti sagte Popow dazu: „Zum Kernelement der künftigen Flugzeugträger-Systeme der Nord- und Pazifikflotte werden zweifelsohne atomgetriebene Flugzeugträger“.
„Die neuen Systeme werden von Militärsatelliten Informationen für die Zielerfassung bekommen“, hieß es. Sie werden laut Popow auch mit U-Booten und Flugzeugen aktiv zusammenwirken. Derzeit steht der russischen Marine nur ein einziger Flugzeugträger zur Verfügung. Die 1985 gebaute „Admiral Kusnezow“ hat keinen Atomantrieb und trägt mehr als 50 Kampfjets und Hubschrauber. „In Zukunft wird die Flotte auch stärkere Kriegsschiffe haben: moderne Mehrzweck-Zerstörer und Flugzeugträger sowie Schiffe anderer Klassen“, äußerte Wyssozski.

Borej-U-Boote als Kernstück der Atomraketenflotte

Die im Bau befindlichen strategischen Atom-U-Boote der Borej-Klasse sollen laut dem Marinechef bis 2040 das Kernstück der russischen Atomraketen-Flotte bilden. Bis jetzt wurde nur ein U-Boot dieser Klasse gebaut. Die „Juri Dolgoruki“ lief im vergangenen Jahr vom Stapel. Die beiden weiteren Atom-U-Boote dieser Klasse, die „Wladimir Monomach“ und die „Alexander Newski“, sind noch im Bau. Ab dem vierten U-Boot dieser Klasse werde die Serie modernisiert, sagte Wyssozki . Nach seinen Worten sollen unter anderem die Lärmeindämmung und die Manövrierfähigkeit verbessert sowie die Bewaffnung modernisiert werden. Das 170 Meter lange und 13,5 Meter breite Raketen-Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ war im vergangenen April im Sewerodwinsk (Nordrussland) vom Stapel gelaufen und soll noch in diesem Jahr den Dienst in der Marine antreten. Die „Juri Dolgoruki“ soll mit den neusten Raketensystem Bulawa-M ausgestattet werden, die sich noch in der Testphase befinden. Individuell lenkbare Atomsprengköpfe dieser Rakete können Ziele in einer Entfernung von 8 000 Kilometer treffen.

Fotogalerie: Tag der Flotte

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

3 Kommentare

  1. pumpkinhead sagt:

    die ammis brauchen ein ernszunehmendes gegengewicht!!!!!!!

  2. realsatire sagt:

    „Bevölkerungsrückgang, Armut, hoher Volksalkoholkonsmus, Korruption und dank Schäuble keine Meinungs- und Pressefreiheit.
    Die Deutschen sind krank, aber sie bleiben die Deutschen. Nix zu fressen aber Landesbanken. Ohne Worte.“

    Lieber Herr Albrecht kommen sie doch mal vorbei schauen sie sich Russland an.
    Es ist nicht so Sterotyp bekloppt wie sie meinen.

  3. Karl Albrecht sagt:

    Bevölkerungsrückgang, Armut, hoher Volksalkoholkonsmus, Korruption und keine Meinungs- und Pressefreiheit.

    Die Russen sind krank, aber sie bleiben die Russen. Nix zu fressen aber Flugzeugträger. Ohne Worte.

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