Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Grösster Eisbrecher der Welt bei Brand beschädigt

Von   /  30. November 2018  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Am 27. November wurde in der Petersburger Admiralitätswerft der Eisbrecher „Viktor Tschernomyrdin“ durch ein Feuer schwer beschädigt. Das Feuer breitete sich bis auf 100 Quadratmeter aus, rund 140 Feuerwehrleute waren an den Löscharbeiten beteiligt. Bei dem Brand wurden zwei Menschen verletzt, der Schaden wird auf rund 150 Millionen Rubel (rund 200.000 Euro) geschätzt.

Als Brandursache nannte die Internetzeitung Fontanka.ru unvorsichtige Arbeiten mit offenem Feuer. Der dieselelektrische Eisbrecher soll bis 2019 fertiggestellt werden und dann das grösste Schiff seines Typs auf der Welt sein. Unter anderem wurde bei dem Unfall die Wasserreinigungsanlage des Schiffs aus den USA beschädigt. Obwohl es bei der derzeitigen Sanktionspolitik schwer ist, Ersatz dafür zu beschaffen, soll das Schiff laut der Weftleitung rechtzeitig fertiggebaut werden.

Stapellauf 2016

Das Schiff, für dessen Bau 12 Milliarden Rubel (rund 160 Millionen Euro) budgetiert wurden, soll die Eisbrecher aus den Siebzigerjahren auf der Ostsee und im Weissmeer ersetzen. Der Eisbrecher sollte schon 2014 ausgeliefert werden, doch lief er wegen Konstruktionsmängeln erst 2016 vom Stapel.

Das Schiff besitzt einen Diesel-elektrischen Antrieb mit 25 Megawatt Leistung und eine Wasserverdrängung von 22.258 Tonnen. Seine Länge beträgt 142 Meter, seine Besatzung besteht aus 128 Personen, die Geschwindigkeit auf offenem Meer beträgt 17 Knoten (31,4 Km/h). Der Eisbrecher wurde nach dem Politiker und Diplomaten Viktor Tschernomyrdin (1938-2010) benannt.

Bild: Die Admiralitätswerft in St. Petersburg (Eugen von Arb/ SPB-Herold)

www.fontanka.ru

www.newsru.com

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Museums-Eisbrecher „Krasin“ aus Trockendock zurück

Atomeisbrecher kommt eingefrorenen Schiffen vor Petersburg zu Hilfe

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Russische Zentralbank verbietet Tableaus mit Valuta-Kursen

mehr…