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Gouverneurin Valentina Matwijenko wird 60 – und Grossmutter

Von   /  10. April 2009  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Am 7. April vor 60 Jahren wurde Valentina Iwanowna Matwijenko im kleinen Ort Schepetowka in der Ukraine geboren, und nach eine steilen Sowjetkarriere steht sie heute in ihrem sechsten Amtsjahr als Petersburger Gouverneurin.

Bei den einen als pragmatische Führerpersönlichkeit beliebt, wird sie von anderen wegen ihrer sowjetisch geprägten Karriere und ihres autoritären Charakters kritisiert. Obwohl Matwijenko öffentliche Auftritte und Jubiläen normalerweise keineswegs scheut, verabschiedete sie sich für diese Woche nach Griechenland in die Ferien, schreibt der „Kommersant“.

Geburtstagsfeier in Griechenland

Darum blieb den Gratulanten – auch jenen mit VIP-Limousinen und meterhohen Blumensträussen – am Geburtstag nichts anderes übrig, als ihre Geschenke am Empfang des Smolny abzuliefern. Sogar die politische Opposition feierte Matwijenkos Wiegenfest mit einer kleinen Darbietung im Stadtzentrum, bei der Mitglieder der Jabloko-Partei und der Vereinigung „Schiwoi Gorod“  („Lebendige Stadt“) sämtliche kritischen Themen anführten: Gasprom-Hochhaus, die Probleme kleiner und mittlerer Unternehmen und die Missachtung oppositioneller Parteien bei den Wahlen.

Da die Darbietung sogar offiziell genehmigt worden war, hatten die Zuschauer Zeit, sich in ein Geburtstagsalbum für die Gouverneurin einzutragen. Allerdings musste dies im Polizeiwagen geschehen, da dieser Teil des Auftritts nicht abgesegnet worden war.

Endlich Oma – Enkelin Arina ist eingetroffen

Pünktlich in der Nacht auf ihren Geburtstag traf das wohl schönste Geburtstagsgeschenk für die Leaderin ein – sie wurde Grossmutter. Ihr einziger Sohn Sergei und seine zweite Frau Julia Saizewa bekamen eine Tochter, die sie auf den Namen Arina taufen. Damit ging für Valentina Matwijenko ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Hätte sie eine Tochter, so wäre diese schon längst verheiratet, äusserte sie vor zwei Jahren in einem Interview – bei den Söhnen sei das allerdings schwieriger. (eva)

Dossier:

Walentina Iwanowna Matwijenko ist am 7. April 1949 in Schepetowka in der Region Chelmizki, Ukraine, geboren. Sie schloss 1972 das chhemisch-pharmazeutischen Institut Leningrad ab und erhielt am 1985 ihr Diplom an der Akademie für Sozialwissenschaften des Zentralkomitees der KPdSU. Seit ihrer Studentenzeit absolvierte sie als Komsolmolzin und Parteimitglied eine für die Sowjetunion typische politische Karriere.

In den Neunzigerjahren war sie russische Botschafterin auf Malta und in Griechenland und arbeitete im russischen Außenministerium (MID). Als Gefolgsfrau von Wladimir Putin wurde sie 2003 zur Petersburger Gouverneurin gewählt – eine nicht unumstrittene Wahl. Beobachter beklagten die massive Behinderung von Gegenkandidaten durch die russische Zentralregierung.

Foto: Eugen von Arb / SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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