Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Goldener Herbst – die Bevölkerung erobert sich die Parks in Puschkin und Pawlowsk zurück

Von   /  27. Oktober 2009  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

Wenn im Herbst die Saison für das ausländische Publikum vorbei ist, erobert sich die Bevölkerung seine Paläste und Parks zurück – so auch in Zarskoje Selo und Pawlowsk. Obschon das Wetter im Herbst fast durchgehend nass und kalt ist, gibt es ein oder zwei Wochenenden, an denen die Sonne noch einmal das Gold des Herbstlaubs leuchten lässt.

Von Eugen von Arb
Peterburgs Sommer ist herrlich – sein goldener Herbst noch schöner. Kaum sind die Touristenströme verschwunden, welche die Zarenresidenzen während der Saison verstopfen, zieht es Russinnen und Russen hinaus nach Peterhof, Zarskoje Selo und Pawlowsk, um die letzte Wärme dieses Jahrs zu genießen.

Ein einziges grosses Freilichtmuseum

Egal, ob man den Weg aus der Stadt per Elektritschka, Marschrutka oder Privatwagen zurücklegt, schon von weitem weisen einem die goldenen Kuppeln des Katharinenpalasts zum Ziel. Der Palast von Zarskoje Selo (1752-1756), dessen wieder hergestelltes Bernsteinzimmer wahre Besucherheere anlockt, war ein Geschenk Peters des Grossen an seine Frau Katharina II. Das leuchtende Blau-Weiss seiner Fassade schimmert im Herbst durch das gelbe Laub seiner riesigen Parkanlagen. Die Rokoko-Bauwerk Rastrellis, dessen wiederhergestelltes Bernsteinzimmer Touristenheere anzieht, ist auch an der Luft ein einziges grosses Museum mit Skulpturen und Denkmälern italienischer Meister.

Kränze und Hüte aus Herbstlaub

Wenn sich im Nordwesten Russlands das Laub von einem Tag auf den anderen färbt, stürzen sich Kinder in die Blätterflut und sammeln die prächtigsten Exemplare. Neben Sträussen bindet man hier die Blätter zu schicken Kränzen und Hüten für Klein und Gross und fotografiert oder filmt sich in allen möglichen Posen.

In Pawlowsk, der Residenz des „Preussen-Zaren“ Pawel I. ist der Anmarsch zum Palast etwas weitläufiger. Den Palast umgibt eine hügelige Landschaft, in der man sich auf romantische Weise verlieren kann. Bäche, Teiche, Wäldchen und Lichtungen, die mit Statuen geschmückt sind, verführen einen oft so, dass man vor lauter Seitensprüngen gar nicht bis zum Zarenpalast gelangt bis die letzten Sonnenstrahlen verschwinden.

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger Kulturforum 2017 von Skandalen begleitet

mehr…