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Gewerkschafter gewinnt Prozess gegen GM und will Kommunistischer Partei beitreten

Von   /  19. März 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- Ewgeni Iwanow, Gewerkschaftsführer der Petersburger General Motors-Fabrik, hat einen Prozess um seine Entlassung gegen seinen Arbeitgeber gewonnen. Schon am nächsten Tag hat er bei Ford gekündigt, und nun will er eine politische Karriere bei der russischen KP starten.


Der Autoschweisser war im vergangenen November mit der Begründung entlassen worden, er habe seine Arbeitszeiten nicht eingehalten. Iwanow bestritt dies, und warf GM vor, ihn für die Organisation eines Bummelstreiks zu bestrafen, mit dem die Ford-Belegschaft für bessere Arbeitsbedingungen eintraten. Wegen seines Engagements war Iwanow anonym bedroht und von Unbekannten zusammen geschlagen worden.

Schmerzensgeld: 3000 Rubel

Als Kompensation erhält Iwanow den Lohnausfall in der Höhe von 103.000 Rubel (rund 2500 Euro) sowie ein Schmerzensgeld von 3000 Rubel. Überraschend verliess er seinen Arbeitsplatz bereits nach einem Tag wieder und gab bekannt, er habe mittlerweile einen anderen Job gefunden und nur auf seiner Forderung beharrt, um sich an GM zu rächen. Seinen Gewerkschafter-Posten bei GM will er allerdings behalten.

Gewerkschafterkollege bei Wahlen durchgefallen

Noch mehr überraschte allerdings sein Entschluss, der Kommunistischen Partei beizutreten und an den Regionalwahlen zu kandidieren. Damit ist der nächste Konflikt bereits vorprogrammiert, denn sein Kollege Alexei Etwmanow vom Gewerkschaftsbund der Autoindustrie wurde bereits von der KP aufgestellt und fiel durch. Etmanow kündigte bereits an, Iwanow werde sein Position bei der Gewerkschaft verlieren, da er sie für persönliche Zwecke missbraucht habe und nicht mehr bei GM angestellt sei.

Bild: www.generalmotors.ru

www.kommersant.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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