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Gewalt in der Partnerschaft: Jede dritte Frau in Russland ein Misshandlungsopfer

Von   /  3. Mai 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Rund ein Drittel der Frauen in Russland sind häuslicher Gewalt ausgesetzt und ertragen Handgreiflichkeiten von Seiten ihrer Ehemänner bzw. Partner, um ihre Ehe und ihre Familie zu erhalten, berichtet das Nationale Zentrum für Gewaltprävention „Anna“ am Mittwoch.


Rund ein Drittel der Frauen in Russland sind häuslicher Gewalt ausgesetzt und ertragen Handgreiflichkeiten von Seiten ihrer Ehemänner bzw. Partner, um ihre Ehe und ihre Familie zu erhalten, berichtet das Nationale Zentrum für Gewaltprävention „Anna“ am Mittwoch. Das Zentrum hatte vor einem Jahr die erste kostenlose Notrufnummer (Gesamtrussisches kostenloses Vertrauenstelefon) für Frauen eingerichtet, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.

Gewalt erdulen, um Familie zu bewahren

„Anhand der innerhalb eines Jahres registrierten Hotline-Anrufe sind zwei Hauptgründe für Hilfsanfragen ermittelt worden. Der häufigste Grund ist das Problem der häuslichen physischen Gewalt gegen mehr als 30 Prozent der Anruferinnen. Der zweithäufigste Grund sind Probleme mit den Beziehungen innerhalb der Familie (rund 20 Prozent). Die meisten Frauen müssen Gewalt von Seiten ihrer Männer erleiden, um ihre Familie zu bewahren“, so die Mitteilung.

Im vorigen Jahr sind insgesamt rund 7000 solche Hilfsanfragen aus ganz Russland registriert worden. Die Anruferinnen, die in eine Krisensituation geraten waren, wurden von hochqualifizierten Psychologen und Juristen beraten.

Petersburg unter den Spitzenreitern

Laut den Angaben leiden Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, zumeist Berufstätige mit mittleren Einkünften (30 Prozent der Anruferinnen), am häufigsten unter häuslicher Gewalt. Die meisten von ihnen haben eingestanden, von ihren Männern regelmäßig, mitunter mehrmals im Monat, geschlagen zu werden. „Spitzenreiter sind hierbei Moskau und Umgebung, die Gebiete Twer, Nischni Nowgorod und Nowosibirsk sowie Sankt Petersburg“, heißt es.

Die Studie wurde vom Institut für Marktforschung GFK-Rus anhand von Angaben verfasst, die das Gesamtrussische kostenlose Vertrauenstelefon gesammelt hatte. An der Forschung haben 1100 Frauen zwischen 16 und 75 Jahren aus 13 Großstädten Russlands teilgenommen. (rian)

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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