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Geisteskranker erschiesst Petersburger Chirurgen nach Nasenoperation

Von   /  11. September 2015  /  Keine Kommentare

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eva.- Am 7. September erschoss ein geisteskranker Patient den Chefchirurgen des Krankenhauses der russischen Eisenbahn (RZD) in Petersburg. Wie sich herausstellte, war er unzufrieden mit dem Resultat mehrerer Schönheitsoperationen. Während des Mords liess er ein Diktaphon mitlaufen.

Der 34-jährige Armeeveteran Juri Lebedew war mehrmals an der Nase operiert worden, doch veränderte sich durch die Straffung der Haut die Stellung seiner Ohren. Nachdem er den 61-jährigen Chefchirurgen Alexander Remisow mit einem Schuss aus seinem Karabiner schwer verletzt hatte, erschoss er sich selbst an Ort.

Mord mit Diktaphon aufgezeichnet

Später wurde bekannt, dass er seinen Mord mit einem Diktaphon aufgezeichnet hatte. Darauf ist zu vernehmen, dass er den Chefarzt  bedrohte und verlangte, er solle ihm sagen, wo sich der Arzt aufhalte, der ihn operiert hatte. Doch Remisow weigerte sich und versuchte den Patienten zu beruhigen, worauf ihn dieser niederschoss. Trotz sofortiger Operation starb Remisow in der Nacht auf den 8. September.

Remisow stammte aus Wasmja, studierte in Smolensk und arbeitete unter anderem in Afrika und in Brjansk, von wo aus er nach Petersburg kam. 2009 half er bei der Rettung von Opfern des Terroranschlags auf den Schnellzug „Newski-Express“ und wurde dafür ausgezeichnet. Der Täter litt schon seit seiner Jugend unter Minderwertigkeitskomplexen wegen seiner Nase. Der ermordete Chirurg hatte ihm kurz vor seinem Tod dazu geraten, sich psychiatrisch untersuchen zu lassen.

Bild: www.railway-hospital.spb.ru

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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