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Gazprom-Turm „Lachta-Zentr“ ist höchstes Gebäude Europas

Von   /  13. November 2017  /  1 Kommentar

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eva.- Das Petersburger Gazprom-Hochhaus „Lachta-Zentr“ hat die Rekordhöhe von 384 Metern erreicht und ist damit höher als jeder andere Turm Europas. Parallel zum Bau in die Höhe schreitet auch der Ausbau der glitzernden Fassade fort – unter anderem mit Technik aus Deutschland.

Laut Fontanka.ru ist der Büro-Turm im Norden Petersburgs jetzt schon zehn Meter höher als sein Konkurrent „Federazia-Wostok“ in Moskau. Ausserdem ist Gazproms Sprössling auch der nördlichste Wolkenkratzer der Welt. Bei der Fertigstellung des Turms 2018 soll die Endhöhe von 462 Metern und 87 Etagen erreicht werden. Das rasante Wachstum ist auch von Weitem im historischen Stadtzentrum bemerkbar, wo sich die Glasspitze ins Blickfeld zwischen die historischen Höhenmarken der goldenen Spitzen der Admiralität und der Peter- und Paulsfestung drängt.

Spätestens jetzt wird jedem klar, wie dominant der Turm für das historische Zentrum geworden wäre, wenn man ihn wie ursprünglich geplant gegenüber dem Smolny gebaut hätte. Damals versuchten die Stadtregierung und Gazprom die Auswirkungen mit allen Kräften herunterzuspielen, während die Denkmalschützer das flache Stadtprofil verteidigten.

Am Stadtrand, aber viel höher als vorgesehen

Der Protest hatte Erfolg – 2010 wurde das „Ochta-Zentr“-Projekt zurückgezogen und an den Stadtrand verlegt. Doch damals war noch eine Höhe von rund 400 Metern vorgesehen – und heute beträgt sie mehr als einen Fünftel mehr. Gazprom will eben um jeden Preis gesehen werden. Neben einer Aussichtsplattform für Touristen umfasst der Baukomplex des Energie-Konzerns auch einen Jacht-Hafen.

Gleichzeitig mit der Höhe wächst der Turm auch in die Breite. Die Glasfassade des „Maiskolbens“, wie der Turm im Volksmund genannt wird, zieht sich wie eine glitzernde Hülle nach oben. Die 16.505 Glaselemente, jedes mehr als 700 Kilo schwer und mit einer individuellen Form, stammen von der deutschen Firma Gartner. Dank des mehrschichtigen High-Tech-Glases können bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden.

Feueralarm wegen Dunstwolke

Der Gazprom-Turm sorgt nicht nur für wegen seiner ungewöhnlichen Höhe für Aufsehen bei der Bevölkerung, sondern auch wegen des feinen Wolkenkranzes, der zeitweise um die Spitze schwebt. Schon mehrmals wurde deswegen Feueralarm ausgelöst, doch stellte sich dann heraus, dass die Dunstwolke wegen den Wärmegeneratoren entstand, mit denen die Räume geheizt werden.

Trotz allem wird bereits für Brände in Hochhäusern geübt. Am 4. November organisierte der Katastropfenschutz MTschS eine gemeinsame Löschübung mit 216 Feuerwehrleuten aus 66 Abteilungen in Russland und Weissrussland. Übungsobjekt war allerdings nicht das Lachta-Zentr, sondern der „Leader Tower“, der mit 145 Metern und 39 Etagen für lange Zeit höchstes Gebäude von St. Petersburg war.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Niemann Dieter sagt:

    Hallo,
    lebe seit 76 Jahren auf diesen Planeten. Gern würde ich das – Lachta-Zentr – im Jahr 2018 mit eigenen Augen sehen wollen. ( Falls ich dann noch leben sollte ) Aber ……. dank der leidigen Visumpflicht für Russland wird dieser Wunsch eben ein Wunsch bzw. ein Traum bleiben.
    Viele Grüße aus Bad Nenndorf von Dieter Niemann

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