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Gazprom-Turm: Investoren wollen sich arrangieren – mit der Unesco und dem Gesetz

Von   /  22. Juli 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- Das umstrittene Bauprojekt „Ochta-Zentr“ hat in den vergangenen Tagen zwei wichtige Hürden genommen: Die mit dem Gutachten für die Tragfähigkeit des Geländes beauftragten Experten gaben grünes Licht für den 400-Meter-Hochbau. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen rund 200 Proben in Tiefen zwischen 75 und 175 Metern Tiefe genommen, um die geologischen und hydrologischen Eigenschaften des Untergrunds zu analysieren.


Zudem wies gestern das Verfassungsgericht die Klage einer Gegnerin zurück, welche Verfahrensfehler bei der Durchführung einer Anhörung zum Bauprojekt eingeklagt hatte. Damit haben sich die Investoren – zumindest vorübergehend und formell – vom Vorwurf der Illegalität befreit und können die Vorbereitungen weiter treiben.

Alexander Bobkow, ausführender Direktor der Ochta-Zentr-Gesellschaft bekräftigte gegenüber den Medium den Willen, den Bau völlig im Rahmen des geltenden Gesetzes durchzuführen. Die Arbeiten würden nicht beginnen, solange nicht sämtliche nötigen Bewilligungen eingeholt worden seien.

Investoren suchen das Gespräch mit der Unesco

Nachdem die Drohungen der Unesco, Petersburg wegen des Hochhauses aus der Weltkulturerbe-Liste zu streichen, zunächst ignoriert worden waren, suchen die Bauherren jetzt das Gespräch. Man wolle den Vertretern der Kultur-Organisation an ihrer kommenden Sitzung die Vorteile des „Ochta-Zentr“ darlegen.

Zudem bezweifeln die Investoren die Richtigkeit der Grenzen des „schützenswerten“ Bezirks im historischen Zentrum und werfen den Gegnern Willkür vor. In den vergangenen Jahren seien das Zentrum durch mehrere Grossbauten, zum Beispiel Brücken verändert worden, und niemand bei der Unesco habe sich daran gestört. Nur im Fall des Ochta-Zentrs sei man plötzlich hellhörig geworden.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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