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Gazprom-Hochhaus „Lachta-Zentr“ höchstes Petersburger Gebäude

Von   /  26. Juli 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Das Hochhaus des russischen Energie-Giganten Gazprom, das im Norden von St. Petersburg errichtet wird, hat den städtischen Höhenrekord gebrochen. Bei seiner Fertigstellung soll der Gazprom-Turm das höchste Bauwerk Europas sein.

Nach der Betonierung der 35. Etage erreicht der Gazprom-Turm, genannt „Lachta-Zentr“, eine Höhe von 147 Metern und überstieg damit  die Höhe des „Leader-Towers“, schreibt Fontanka.ru. Höher ist nur noch der Petersburger Fernsehturm mit 326 Metern auf der Petrograder Seite, aber er wird nicht als Gebäude gezählt, sondern nur als technische Einrichtung.

Bald höchstes Gebäude Europas

Aber auch dieser Rekord soll nach den Plänen der Gazprom-Planer im nächsten Jahr gebrochen werden. Bei seiner Fertigstellung soll das „Lachta-Zentr“ mit 462 Metern das höchste Gebäude Europas werden. Zwar hatte die staatliche Kontrollbehörde bei ihrer letzten Inspektion rund 30 Mängel, unter anderem bei der Feuersicherheit festgestellt, doch ist man bei Gazprom zuversichtlich.

Trotz der Krise soll der Turm termingemäss und im Rahmen des Budgets gebaut werden, wie der Generaldirektor von „Gazprom Neft“ versichert. Hier seien schliesslich nicht die Erbauer des Stadions am Werk, meinte er und meinte damit die nicht enden wollenden Schwierigkeiten beim Bau der „Zenit-Arena“.

Turm-Standort nach Protesten vom Zentrum in den Norden verlegt

Der Gazprom-Turm wurde von „Ochta-Zentr“ in „Lachta-Zentr“ umgetauft, nachdem 2010 der Plan verworfen worden war, den Turm im Zentrum, gegenüber des Smolnys zu bauen. Während mehreren Jahren versuchten die Stadtregierung und Gazprom das Projekt durchzusetzen, das klar gegen die historischen Höhenbeschränkungen für Bauten im historischen Stadtkern verstiess.

Nach starken Protesten der Bevölkerung und der Drohung der Unesco, Petersburg den Kulturerbe-Status zu entziehen, gaben die Regierung und Gazprom das Projekt auf und wählten den neuen Standort, weitab vom historischen Stadtkern.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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